Landgericht München

Mit wertlosen Aktien Millionen erschwindelt - acht Männer angeklagt

München - Am Dienstag hat der Prozess begonnen. Durch den Verkauf wertloser Aktien sollen sie mehr als 100 Kunden geprellt haben - um rund zwei Millionen Euro.

Wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs mit Millionenschaden hat am Dienstag ein Prozess gegen acht Angeklagte vor dem Münchner Landgericht begonnen. Die Mitarbeiter einer Schweizer Firma sollen von 2012 bis 2014 durch den Verkauf wertloser Aktien mehr als 100 Kunden um rund zwei Millionen Euro geprellt haben. Das Geld steckten sich die acht Beschuldigten ein, was nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Anfang an so geplant war.

Eine Strafanzeige aus Bayern hatte die Ermittlungen ins Rollen gebracht. Die beiden mutmaßlichen Strippenzieher waren bisher nicht geständig. Gegen sie und ihre Mitangeklagten ist der Prozess zunächst auf 20 Verhandlungstage bis April 2016 angesetzt.

Die zwei Hauptverdächtigen entwickelten und organisierten laut der 38 Seiten starken Anklage den Vertrieb der Aktien, wobei sie ein mitangeklagter Anwalt juristisch unterstützt haben soll. Die übrigen Angeklagten köderten die Kunden am Telefon. Drei überredeten als sogenannte Opener die Anleger zu ersten Käufen, zwei waren für Folgegeschäfte mit den Kunden aus ganz Deutschland zuständig.

Den Interessenten wurde das Unternehmen nach Angaben der Staatsanwaltschaft als eine Beteiligungsgesellschaft beschrieben, die sich mit dem eingezahlten Kapital an anderen Firmen beteiligen werde. Die Anlage sei erfolgversprechend, weil ein Börsengang bevorstehe, bei dem ein Kurs über dem Kaufpreis zu erwarten sei. Entsprechende Maßnahmen wurden allerdings nicht getroffen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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