Viele Einrichtungen von Blackout betroffen

Mitarbeiter in allen Rathaus-Aufzügen gefangen

München - Uni-Klinik, Tierpark, Rathaus, JVA Stadelheim - zahlreiche Einrichtungen in München waren vom Stromausfall betroffen. Viele Mitarbeiter steckten im Aufzug fest: ein Überblick.

Das Aquarium des Tierparks Hellabrunn

Nicht nur die Uni-Klinik musste mit dem Stromausfall klarkommen. Auch viele andere Einrichtungen waren betroffen - etwa der Tierpark. Plötzlich war auch in Hellabrunn das Licht aus. „Im Aquarium haben wir zum Glück Generatoren. Dort darf der Stromkreislauf nicht unterbrochen werden, sonst könnte das Wasser abkühlen oder der Sauerstoffgehalt sinken – das wäre gefährlich für die Tiere“, sagt Sprecherin Christiane Reiss. Auch die hydraulischen Türöffner waren frühmorgens außer Gefecht. Die meisten Tiere haben da noch geschlummert.

Blackout in München: Chaos nach Stromausfall

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Das Rathaus sah dieses mal nicht rot, sondern schwarz: Alle drei Aufzüge standen still, in allen waren Mitarbeiter gefangen, die so früh schon da sind – etwa ein Getränke-Lieferant. Die Haustechnik sei schnell vor Ort gewesen und habe die Gefangenen zum nächsten Stockwerk gefahren und befreit, berichtet Sprecher Stefan Hauf.

Bei der electronica2012 in Riem hielten die Betreiber den Atem an: Ohne Strom geht dort natürlich nichts. Blockierte Roll- und Drehtore sowie defekte Rauchmelder waren bis 10.30 Uhr repariert. „Wir haben drei Not-Generatoren. Es gab kaum Einschränkungen für die Besucher“, sagt Silvia Hendricks von der Messe München.

Ärger mit den Aufzügen dagegen in der Wirtschaft. „Aus Sicherheitsgründen wurden die Aufzüge innerhalb der Allianz-Gebäude in den betroffenen Gebieten in München vorübergehend vorsorglich gesperrt“, sagt Sprecher Ulrich Hartmann. „Bei uns wurden die Lastenaufzüge per Notstrom versorgt“, sagt Siemens-Sprecher Karlheinz Groebmair. „Für solche Fälle sind wir vorbereitet: Wenn Software ausfällt, treten Routinen ein.“

Das gilt auch für die JVA Stadelheim: „Bei uns sind natürlich die Aggregate angesprungen. Ansonsten keine besonderen Vorkommnisse“, sagt Direktor Michael Stumpf.

Heinrich Traublinger musste dagegen Brezn in seine Bäckerei-Filialen nachliefern. „Die backen wir eigentlich vor Ort, doch ohne Strom war das nicht möglich. Unsere Filialen waren zwischen 35 und 60 Minuten vom Netz – das ist natürlich gerade frühmorgens besonders ärgerlich.“

Der Live-Ticker zum Nachlesen

So kam der Strom wieder in die Stadt

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Rubriklistenbild: © Haag

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