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Münchens schlimmster Frauenschläger

München - Er riss ihr die Haare aus, malträtierte sie mit einem Holzstück und rammte ihr einen Kugelschreiber in den Körper. Diese grausame Taten gestand jetzt ein Künstler vor Gericht.

Sechs qualvoll lange Tage hat David G. seine Freundin in seiner Wohnung gefangen gehalten und sie brutal gefoltert. Für ein Geständnis, das der Frau die Aussage erspart, hat das Gericht dem selbstständigen Veranstaltungstechniker (35) am Montag eine Haftstrafe von nicht mehr als drei Jahren und elf Monaten zugesichert.

Das Martyrium von Jasmin K. (Name geändert) begann am 21. Mai 2010. Ein Freitag, an dem Jasmin W. in der Wohnung des Angeklagten im Hasenbergl einen Becher mit Buttermilch umgestoßen hatte. David G. herrschte sie an: Sie dürfe die Wohnung erst wieder verlassen, wenn sie alles aufgewischt habe. Jasmin K. tat, was er ihr befahl. Doch die Tür blieb verschlossen. Sollte sie versuchen zu fliehen, drohte er ihr, dann werde er sie oder ihr nahestehende Personen umbringen.

In den kommenden sechs Tagen schlug David G. sie ins Gesicht und mit voller Wucht in den Bauch – so sehr, dass ihr die Luft wegblieb. Er drosch mit einem ein Meter langen Vierkantholz auf sie ein. Auf ihren Körper. Auf ihren Kopf. Als das Holz zerbrach, rammte er ihr eines der beiden Teile in den Fuß.

Immer wieder bekam Jasmin K. Faustschläge zu spüren. Teilweise hielt ihr Freund dabei einen Schlüsselbund in der Hand. Er verprügelte sie mit einer Eisenstange, rammte ihr einen Kugelschreiber in den Oberschenkel und riss ihr Haare aus. Schließlich würgte er sie so heftig, dass sie kaum noch Luft bekam.

Am Mittwoch gegen 15 Uhr ließ David G. seine Freundin gehen. Jasmin W. schleppte sich aus dem Haus. Mehrere Rippenbrüche, Zehen- und Fingerbrüche sowie Hämatome am ganzen Körper diagnostizierten die Ärzte. Die äußeren Verletzungen von Jasmin K. sind verheilt, ihre Seele jedoch leidet noch immer. Sie habe panische Angst vor ihrem Ex-Freund, sagt ihre Anwältin.

Zum Prozessauftakt hat sich der Angeklagte, der auch früher schon mal eine Freundin mit einem Glas geschlagen und insgesamt zwölf Vorstrafen hat, für seine Taten entschuldigt. Der Alkohol und Drogen hätten seine Seele zerstört, sagt er. Spätestens seit dem Tod seines Vaters 2009 „war mir alles wurscht“. Kurz vor der Tat habe er eigenmächtig einen Entzug gestartet. Dadurch sei er unheimlich aggressiv gewesen.

David G. wird dem Opfer Schmerzensgeld überweisen. 2500 Euro hat er schon gezahlt, weitere 2500 Euro folgen als Teil des Deals.

tz

Rubriklistenbild: © dpa

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