Die Standorte und was es damit auf sich hat

Mitten in der Stadt stehen bald 14 Klaviere für Jedermann

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Musik für alle: die Initiatoren Josef Schmid und Georg Schlagbauer.

München - Im Rahmen des Projekts "Play me, I’m yours" (Spiel mich, ich gehöre Dir) stellen die Urbanauten sowie die Vereine Isarlust und Musik mit Kindern München in München Klaviere auf.

Wer nicht wirbt, der stirbt. Das weiß auch Georg Schlagbauer (43), Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern. „Wir müssen jungen Menschen und damit unserem Nachwuchs immer wieder aufs Neue beweisen: Handwerk ist vielfältig, bunt, modern, innovativ und kreativ.“ Für all diese Werte steht das Projekt Play me, I’m yours, zu Deutsch: Spiel mich, ich gehöre Dir. Freistehende Klaviere mitten in München – und jeder, der Lust hat, kann darauf spielen. Die Handwerkskammer ist Hauptsponsor der Kunst-Aktion – und möchte damit auch die repräsentierten Berufe wieder stärker in den Fokus rücken.

Vom 8. Oktober an präsentieren die Urbanauten sowie die Vereine Isarlust und Musik mit Kindern München bunt gestaltete Pianos im innerstädtischen Isarraum (die geplanten Standorte sehen Sie in der Karte rechts).

Die Klaviere sollen vorbeihastende Passanten dazu auffordern, „inne zu halten, sich dem Instrument zu nähern und als Solist oder als Begleitung“ Musik zu machen. Bürgermeister Josef Schmid (CSU) ist Schirmherr der 17-tägigen Veranstaltung. „München ist eine so teure Stadt, fast alles kostet etwas. Hier können die Münchner zusammenkommen und Klavier spielen – umsonst!“

Die vorläufigen Piano-Standorte in München.

15 Standorte sind geplant, die Klaviere werden von jungen Künstlern, Kindern, Jugendlichen und kreativen Köpfen sowie erstmals auch von Auszubildenden und Angestellten aus dem Handwerk gestaltet. Und hier schließt sich der Kreis von Handwerk und Kunst: Fünf Klaviere werden von Dachdeckern, Malern, Maßschneidern oder Schreinern verziert. Handwerkskammer-Chef Schlagbauer: „Um ein Klavier bauen zu können, muss man ebensoviel Fingerspitzengefühl haben wie der Musiker. der es hinterher bespielt.“ Er sieht in der Aktion auch eine Chance, „Jugendlichen zu zeigen, was sie bei uns alles machen können!“

So können Kinder beispielsweise jeden Dienstag und Donnerstag eine Klavierbauerin treffen (Infos und Anmeldung auf www.isarlust.org).

Tobias Scharnagl

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