Mittlerer Ring: Neuer Blitz-Alarm!

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So wird sie aussehen, die neue Verkehrsführung am Isarring: Die linke Ampel zeigt immer Grün, die rechte schaltet hin und her. Als Höchstgeschwindigkeit ist nur noch Tempo 50 erlaubt – überwacht per Radarkontrolle.

München - Ab 8. August soll eine neue Verkehrsführung die Staufalle an der Einmündung der Ifflandstraße in den Isarring entschärfen. Damit sie funktioniert, soll die Polizei hier in Zukunft öfter blitzen!

Dieser Stau ist ein Geburtsfehler des Richard-Strauss-Tunnels … Seitdem die Röhre am 18. Juli 2009 eröffnet wurde, kommt es an der Einmündung der Ifflandstraße in den Isarring regelmäßig zu Staus im Berufsverkehr. Ab 8. August soll eine neue Verkehrsführung die Staufalle entschärfen. Und damit die funktioniert, soll die Polizei hier in Zukunft öfter blitzen!

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Der große Blitzer-Atlas

Der Trick, dessen sich hier die Stadt bedient, heißt „teilsignalisierter Knoten“. Am Isarring bedeutet das, dass die beiden Fahrspuren im Englischen Garten in westlicher Richtung mit einer Betonbarriere getrennt werden. Über den beiden Spuren wird je eine Ampel an einer provisorischen Ampelbrücke aufgehängt. Die linke Ampel zeigt immer Grün, während die rechte ganz normal zwischen Grün und Rot wechselt. Damit die Autofahrer, die von der Ifflandstraße kommen, in den Mittleren Ring abbiegen können.

Damit das funktioniert, werden die Fahrspuren am Ende der Ifflandstraße von jetzt zwei auf eine reduziert. Dafür wird die Grünphase an der Ifflandstraße viel länger als bisher. Wer künftig von Osten kommend in die Gyßlingstraße und zum Seehaus im Englischen Garten abbiegen will, muss sich früh auf der rechten Spur des Isarrings einordnen. Auf Vorwegweisern werden die Autofahrer darauf aufmerksam gemacht. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wird am Isarring in westlicher Richtung von jetzt 60 km/h auf dann 50 km/h reduziert.

Das heißt für die Autofahrer: Blitzgefahr! Denn „das Polizeipräsidium München nimmt die Örtlichkeit in das Geschwindigkeitsmessprogramm auf“, hieß es dazu am Montag in der Rathaus-Umschau, dem offiziellen Mitteilungsblatt der Stadt. Damit die Behinderungen während der Umbauarbeiten nicht so groß sind, hat das Baureferat sich die Sommerferien als Termin ausgesucht. Am 1. August wird die bestehende Ampelanlage abgeschaltet. Die Umbauarbeiten sollen zum Großteil in verkehrsarmen Zeiten zwischen zehn und 15 Uhr sowie in der Nacht ausgeführt werden. „Dennoch können Verkehrsbeeinträchtigungen in diesem Zeitraum nicht ausgeschlossen werden“, heißt es dazu aus dem Baureferat.

Der Stadtrat hatte den „teilsignalisierten Knoten“ am 16. Februar als Modellversuch beschlossen – angelegt auf sechs Monate. Sollte es funktionieren, bleibt die dauergrüne Ampel, bis die Stadt das Stauproblem grundlegend gelöst hat. Derzeit wird eine zusätzliche Fahrspur im Englischen Garten geplant. Außerdem gibt es die Pläne des Münchner Architekten-Paares Petra Lejeune und Hermann Grub, den Ring im Englischen Garten in einen Tunnel zu legen. Geld ist dafür momentan allerdings nicht in Sicht.

We.

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