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Brisante Wetterlage zum Wochenstart in München: Traumwinter wird zum Pendler-Albtraum

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Von: Klaus-Maria Mehr

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Das Wetter in München bleibt vorerst eisig. Doch schon am Dienstag drückt mildere Luft von Frankreich in den Freistaat – und könnte für eine gefährliche Mischung sorgen.

München – Feuchte Luft aus Südwest und ein eiskaltes Hoch aus dem hohen Norden verwandelte am Wochenende Bayern in ein Bilderbuch-Winterland. Satte Schneefälle gingen über weite Teile des Freistaats nieder und blieben dank der eisigen Temperaturen auch liegen. Die Folge: Glückliche Wintersportler auf der einen und zahlreiche Glätteunfälle auf Bayerns Straßen auf der anderen Seite. In einem besonders schweren Fall stürzte nahe dem Tegernsee ein Autofahrer aus Freising mit seinem Fahrzeug 100 Meter in die Tiefe.

Ungewohnte Bilder für Mitte Dezember: Feuchte Luft aus Südwesten in Verbindung mit einem Kältehoch aus Nord haben Bayern in ein Winterwonderland verwandelt. Doch der Frieden ist nicht von langer dauer.
Ungewohnte Bilder für Mitte Dezember: Feuchte Luft aus Südwesten in Verbindung mit einem Kältehoch aus Nord haben Bayern in ein Winterwonderland verwandelt. Doch der Frieden ist nicht von langer dauer. © Jan Eifert/Imago

Wetter in München: Eisiger Start in die Woche

Und auch zum Wochenstart hat das Kältehoch Oberbayern und München fest im Griff. Es bleibt eisig kalt. Heute Morgen wurden in Oberstdorf im Allgäu -18 Grad gemessen. Auch in der Nacht auf Dienstag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) bis zu minus 15 Grad in einigen Alpentälern, sonst -6 bis -13 Grad. Am Dienstag dann lockert es dann in ganz Bayern auf. Klirrende Kälte und strahlende Sonne erwarten uns, sogar in den chronischen Nebellöchern wie Regensburg. Glücklich, wer an dieses traumhafte Winterwetter auch genießen kann. Denn danach wird es ungemütlich – und auf den Straßen gefährlich.

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Nach ruhigem Kältehoch über München: Wieder wärmere Luft aus Südwesten

Denn wieder drückt feuchtwarme Luft aus Südwesten nach Bayern und trifft hier auf polar-kalte Luftmassen. Wo genau dann diese sogenannte Luftmassengrenze verläuft, darüber streiten sich die verschiedenen Vorhersagemodelle noch. Sicher aber durch Bayern. Aktuell gehen die meisten Meteorologen davon aus, dass das Frankreichtief München geradeso erreicht und ansonsten weiter südlich durch den Freistaat zieht. Das amerikanische Wettermodell sieht die feuchtwarme Luft noch weiter nördlich.

Achtung Autofahrer und Fahrradfahrer: Blitzeisgefahr am Mittwochmorgen in München

Wo auch immer die beiden Luftmassen aufeinandertreffen, entsteht eine brisante Mischung: Die mildere, sehr feuchte Luft aus Südwesten regnet dann über Bayern ab. Der Regen fällt auf tiefgekühlten Untergrund und gefriert sofort. Als Eisregen wird dieses Wetterphänomen bezeichnet, besser bekannt als Blitzeis. Dieser fällt nach aktuellen Vorhersagen irgendwann zwischen Dienstagnacht und Mittwochmorgen. Gerade Pendler sollen also auf Fahrrad und im Auto mit besonderer Vorsicht in den Mittwoch starten, damit der Traumwinter nicht zum Pendler-Albtraum wird.

Schöner wird es durch das Tief langfristig auch nicht in Bayern. Das Bayern-Wetter gestaltet sich im weiteren Wochenverlauf eher schmuddelig. Regen, Schneeregen, bei knapp über null Grad. Genießen Sie also die rare Sonne am Dienstag.

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