Mobbing! Azubi tritt Chef halbtot

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Trat Küchenchef halbtot: Masaki M.

München - Masaki M. (30) kam aus Kyoto nach München, um in einem edlen Restaurant die nötigen Fertigkeiten zu erlernen. Doch das endete in einer Trägödie.

Er wollte Koch werden, genau genommen ein Kochkünstler für japanische Spezialitäten. Masaki M. (30) aus Kyoto, ein gelernter Lehrer, kam deshalb nach München, um in einem edlen Restaurant die nötigen Fertigkeiten zu erlernen. Doch das endete in einer Trägödie: Weil er sich gemobbt fühlte, brachte er den Küchenchef beinahe um!

Wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung muss sich der Japaner vor dem Münchner Schwurgericht verantworten. Am 1. Juli 2010 hatte in dem Lokal unweit der Uni (Werbung: „Die Top-Kreationen des Sushi-Meisters könnnen sich Business-People, Hipster und Studis leisten“) angefangen. Die Lehre geriet zum Fiasko, jammerte der Angeklagte.

Küchenchef Yuri Y. (32) habe ihn nicht nur wegen jeder Kleinigkeit zurechtgewiesen: „Er hat mich getreten, immer wenn ich einen Fehler machte.“ Am Ende habe er nicht mehr kochen dürfen, sondern sei zu Dreckarbeiten herangezogen worden. Statt 1400 habe er nur noch 700 Euro monatlich erhalten. Am 15. Oktober musste Masaki M. Staub saugen.

Der Mann mit der Statur eines Sumo-Ringers tickte aus: Mit den Fäusten streckte er den Küchenchef zu Boden und trat mit den Füßen auf ihn ein. Yuri Y. wurde bewusstlos, der Täter trat weiter zu, bis ein Koch ihn überwältigte. Yuri Y. kam mit schweren Kopfverletzungen in die Klinik. Er soll heute als Zeuge aussagen.

Ebu

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