Model klagt wegen misslungener Nasen-OP

Verklagte ihren Chirurgen: Das russische Model Tamara A. bei ihrem Prozess wegen eines angeblichen Behandlungsfehlers.

München - Tamara A. ist unzufrieden mit ihrer Schönheits-OP und will Schmerzensgeld und Schadenersatz. Das Model fühlt sich verschandelt - und fordert 65.000 Euro.

Tamara A. fühlt sich verschandelt. Ihre Nase sei hässlich, meint die Russin. Dabei ist doch gerade Schönheit ihr Kapital. Denn die schlanke, blonde Frau arbeitet als Model. Eine Schönheits-Operation sollte ihr die makellose Nase bescheren. Das Ergebnis jedoch fiel anders aus als erwünscht. Deshalb verklagte sie ihren Chirurgen. „Ich wollte eine schmalere Nase, jetzt ist sie breiter.“

Mindestens 8000 Euro Schmerzensgeld und 65 000 Euro Schadenersatz, befand das Model mit Medizin-Studium, solle der Arzt zahlen. Immerhin seien ihr etliche Aufträge entgangen. Nach monatelangem Rechtsstreit hat das Oberlandesgericht München nun die Klage auch in zweiter Instanz zurückgewiesen.

Der Klägerin sei es nicht gelungen, dem Arzt einen „kausalen Behandlungsfehler“ nachzuweisen. Im Klartext: Tamara A. konnte nicht belegen, ob sie mit dem plastischen Chirurgen tatsächlich eine Verschmälerung ihrer Nase vereinbart hatte.

Im März 2004 hatte der Arzt Tamara A. in der Arabellaklinik operiert. Die Nase sollte „enger“ werden. Damals hatte die junge Frau bereits zwei Eingriffe in Stuttgart hinter sich, zunächst wegen einer Atmungsbehinderung, später zur Korrektur des äußeren Erscheinungsbildes. Danach, sagt Tamara A., sei die Nasenspitze zwar kürzer gewesen, aber verbreitert. Dies sollte der Chirurg ändern. Doch auch sein Werk gefiel Tamara A. nicht.

Ein vom Gericht bestellter Gutachter erklärte: Das Aussehen der Nase sei zwar „unbefriedigend“ und für den Beruf der Frau „ersichtlich problematisch“, jedoch liege kein Behandlungsfehler vor. Wie sich eine Nase nach einer Operation entwickle, sei eben nicht hundertprozentig vorhersehbar.

bl

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