Monatzeder wirbt für Walk21-Konferenz

Besser gehen für eine halbe Million

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Jeder Schritt bringt mehr Farbe in die Stadt: So machen die Kinder auf die Walk21-Konferenz aufmerksam

München - Münchens dritter Bürgermeister startet mit der Walk21-Konferenz vom 11. bis 13. September eine große Besser-gehen-Offensive. Kostenpunkt: eine halbe Million Euro.

Wer samstags durch die Münchner Fußgängerzone schlendert, dem strömen Massen von Fußgängern entgegen. Doch das scheint dem dritten Bürgermeister Hep Monatzeder (Grüne) immer noch zu wenig Fußverkehr zu sein. Er findet: Das Spazierengehen führt „ein Schattendasein“ in unserer Stadt.

Jetzt startet Monatzeder mit der Walk21-Konferenz vom 11. bis 13. September eine große Besser-gehen-Offensive. Im Verkehrszentrum des deutschen Museums auf der Schwanthalerhöhe werden sich 500 Fußverkehr-Experten aus 40 Ländern treffen.

Hep Monatzeder neben der Sigi-Sommer-Statue

Die Stadt blättert für den Zu-Fuß-Zirkus eine halbe Million Euro hin. Die stolzen Eintittspreise von bis zu 480 Euro für drei Messetage sollen einen Großteil der Ausgaben wieder reinspülen. Und wem das zu teuer ist, der kann an einigen ausgewählten Fachvorträgen und vier sogenannten Walkshops für den Eintrittspreis von nur sechs Euro teilnehmen. Allerdings wird die Konferenzsprache Englisch sein – an die Simultanübersetzer müssen sich die Besucher also erst gewöhnen.

Dass die Stadt München viel für ihre Fußgänger tut, ist bekannt. Die Ausweitung der Fußgängerzone auf die Sendlinger Straße und die Sanierung des Tals wurden vom Stadtrat vorangetrieben. Doch das ist Monatzeder offenbar nicht genug. „Denn Spazierwege stiften Lebensqualität und ermöglichen Verkehrssicherheit“, sagt er. Zudem zeige die Anzahl der Spazierwege, wie wirtschaftsstark eine Stadt sei. Vor allem San Francisco und New York sind Städte, an denen sich der Grünen-Politiker orientiert.

Die angestrebte Verkehrssicherheit soll durch eine „neue, anregende Beschilderung“ umgesetzt werden. Schon am Hauptbahhof sollen Schilder angebracht werden, auf denen die Sehenswürdigkeiten in Laufnähe aufgezeigt sind. Nach dem Londoner Vorbild soll so ein neues Orientierungssystem entstehen. Da bleibt nur zu hoffen, dass der Wunsch des Bürgermeisters, die ohnehin mobilen Münchner zum Laufen zu bewegen, nicht im Schilderwald endet …

Franziska Zimmerer

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