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Ab Dienstag: München bei Google Street View

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Der Königsplatz im Sommer: Die Bilder, die Google verwendet, sind bis zu zwei Jahre alt. Dieses Foto, das auch Aufbauarbeiten für ein Konzert zeigt, kann ab heute die ganze Welt betrachten.

München - Es soll ein kleiner Vorgeschmack sein: Von Dienstag an zeigt Google erste Bilder des umstrittenen Dienstes „Street View“. Für München gehen der Königsplatz und die Allianz Arena online – in einigen Wochen ist dann die ganze Stadt zu sehen.

Die Deutschen sind große Fans von „Google Street View“ – das könnte man meinen, wenn man die Nutzungszahlen betrachtet. Trotzdem wehrten sich zahlreiche Bürger gegen die Abbildung des eigenen Hauses. Nun will Google die Kritiker überzeugen – mit einer Vorschau aus fünf deutschen Städten.

In über 25 Ländern ist „Street View“ bereits verfügbar – das nutzen pro Woche über 100 000 deutsche Internetnutzer, die täglich knapp zwei Millionen Panorama-Bilder aufrufen. „Das ist die höchste Nutzungsrate aus allen Ländern, in denen Street View noch nicht online ist“, sagte Produktmanager Andreas Türk. Die liebsten virtuellen Reiseziele der Deutschen sind die USA, England, Frankreich und Italien.

Geht es jedoch um Bilder aus dem eigenen Land, zeigte man sich kritisch: Googles Ankündigung, Ende des Jahres die 20 größten deutschen Städte in den Dienst aufzunehmen, sorgte bei der um den Datenschutz besorgten Bevölkerung für Aufregung. Einer hitzigen öffentlichen Diskussion folgten 244 237 Widersprüche gegen die Abbildung des eigenen Hauses. Das entspricht laut Google einem Anteil von 2,89 Prozent an allen abgebildeten Häusern. Sobald diese Widersprüche abgearbeitet sind, wird „Street View“ starten – laut Google-Sprecherin Lena Wagner handelt es sich „eher um Wochen als um Monate“, bis die ersten 20 Städte online gehen.

Damit jeder eine Vorstellung von „Street View“ bekommt, stellt Google bereits heute Bilder aus fünf deutschen Städten sowie zehn Bundesligastadien online. Gezeigt werden keine Wohnhäuser, sondern Sehenswürdigkeiten. Stellvertretend für München geht der Königsplatz online (siehe Foto). Auch die Allianz Arena ist zu sehen – und zwar als einziges Stadion von innen und von außen.

„Jeder, der sich das Produkt anschaut, wird den Nutzen erkennen“, sagte Türk. Er betonte die Bedeutung von „Street View“ für die Planung eines Urlaubs, einer Autofahrt oder eines Umzugs. Es gebe bereits Partner, die „Street View“ in ihren Service einbinden werden – zum Beispiel der Immobiliendienst immoscout24.de. „Der Nutzer kann online die Lage der Wohnung erkunden und sich eventuell die Besichtigung sparen“, so Türk.

Ann-Kathrin Gerke

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