Er erstickte

Bücher brennen: Rollstuhlfahrer stirbt in Moosach

München - Eigentlich wollte eine Altenpflegerin nur nach einem ihrer Schützlinge schauen. Doch die Frau entdeckte den Mann am Montag tot in seiner Wohnung. Dort hatte es gebrannt.

Tragischer Tod: Ein Münchner (63) ist am Montagnachmittag bei einem Feuer in seiner Wohnung an der Dachauer Straße (Moosach) ums Leben gekommen. Der an den Rollstuhl gefesselte Mann starb an einer Rauchvergiftung.

Der 63-Jährige, der an der Krankheit Multiple Sklerose litt, war um kurz vor 14 Uhr von einer Krankenpflegerin (33) entdeckt worden. Die Mitarbeiterin eines Pflegedienstes fand das Appartement des Mannes stark verraucht vor, zudem brannte ein Stapel Bücher auf dem Esstisch. Ihr Patient lag Zeitpunkt reglos am Boden. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.

Laut Polizei hatte aus einem unbekannten Grund zunächst die Kleidung des 63-Jährigen Feuer gefangen. Die Flammen griffen dann auf mehrere Bücher über. Da der Mann nicht flüchten konnte, atmete er den tödlichen Rauch ein.

Glimpflicher hingegen verlief ein Zimmerbrand an der Theodolindenstraße in Harlaching. Im Wohnzimmer eines Reihenmittelhauses war gegen 22.46 Uhr am Montag aus bislang unklarer Ursache ein Feuer ausgebrochen. Nachbarn hatten starken Rauch bemerkt und die Feuerwehr gerufen.

Durch ein gekipptes Fenster war jedoch Qualm ins Nachbarhaus geströmt. Ein dreijähriger, schlafender Bub erlitt deshalb eine leichte Rauchvergiftung. Er kam vorsorglich in die nahe Kinderklinik. Der Bewohner (70) des Brandhauses bliebt indes unverletzt: Er war gar nicht anwesend.

jam

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

S-Bahn: Verkehrslage auf der S7 normalisiert sich
S-Bahn: Verkehrslage auf der S7 normalisiert sich
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion