Suche mit Phantombild

Jojo sieht im OEZ ihren Traummann - doch ist er schon vergeben?

Die Kölnerin Jojo traf im Olympia-Einkaufszentrum den Mann ihrer Träume - und suchte ihn übers Internet. Wir erzählen, wie die Geschichte weiterging. 

München - Es war Liebe auf den ersten Blick - über Stunden. Jojo Forsbach saß Ende April mit einer Freundin im „Coffee Fellows“ im Olympia-Einkaufszentrum. Die Finanzberaterin aus Köln geht dort gerne hin, wenn sie in München zu tun hat. Diesmal schlug der Blitz ein: Ihre Blicke trafen sich mit denen eines schönen Unbekannten, der ebenfalls mit einem Freund dort saß. Immer wieder. Fast zwei Stunden lang.

Danach bekam sie ihn nicht mehr aus dem Kopf. Also suchte die 52-Jährige per Facebook auf „München Kleinanzeigen“: „Hallo liebe Münchner“, postete sie dort Anfang Mai. „Bitte helft Amor!“ Sie erzählte, was ihr passiert war, und beschrieb den Mann ihrer Träume. Viele Nutzer zitterten mit ihr und wünschten ihr alles Glück der Welt.

Weil die Begebenheit so anrührend war und ihr Mut, öffentlich nach einer Cafébekanntschaft zu suchen, so beeindruckend - griffen viele Medien, als erstes Merkur.de, Jojos Geschichte auf. So verbreiteten sich ihr Bild und ihr Suchaufruf durch die Lande. Der Fernsehsender RTL besuchte Jojo in Köln (sehen Sie hier das Video) und schickte ihr einen Phantombildzeichner vorbei, der nach Jojos Angaben ein Porträt von dem Ersehnten entwarf.

Mit diesem liefen die Reporter durchs OEZ und fragten Passanten, ob sie den Mann kennen - leider Fehlanzeige. Zuvor hatte Jojo noch gesagt: „Ich hoffe nur, dass er nicht verheiratet ist und drei Kinder hat und Riesenärger bekommt“, und sie lachte, „dass er wirklich auch Single ist und das vielleicht sieht.“

Dann zeigten die Reporter auch der Kellnerin aus dem Coffee Fellows das Phantombild. Sie sagte: „Ja, den kenne ich. Er ist mein Stammkunde.“ Und dann der Tiefschlag: „Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.“ Wie sicher sie sei, dass dies tatsächlich der Gesuchte sei? „90 Prozent“, so die Kellnerin.

Sind Jojos Träume zerplatzt?

Peng - sind Jojos Träume damit zerplatzt wie eine wochenlang so schön schillernde Seifenblase? Zwar sei das Phantombild nicht wirklich gut getroffen, sagte sie gegenüber Merkur.de. Daher glaube sie nicht, dass die Kellnerin wirklich ihn meine. Zugleich denkt sie, all die Suchaufrufe können ja nicht an ihm vorbeigegangen sein. „Ich denke, er ist gebunden und einfach einer, der sehr gerne trotzdem flirtet“, sagt sie.

Ihre Hoffnung, dass er sich doch noch meldet, hat sie angesichts all der Unwägbarkeiten noch nicht aufgegeben. Aber ob auch immer es noch ein Happy-End gibt - Jojo bleibt fröhlich, strahlt und sagt: „So oder so ich bin glücklicher Single und wollte die Chance einfach nutzen. Man bereut immer nur die Dinge, die man NICHT getan hat.“

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