Moosacher Welpen-Krimi: Wer kennt ihre Mutter?

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Drei hübsche Schwestern: Die Hovawart-Welpen Ranja, Lea und Senta wurden ausgesetzt

München - Es ist ein bisschen wie im Krimi. Nur, dass dieser nicht fiktiv, sondern Wirklichkeit ist – und drei reizenden Hovawart-Welpen in Moosach beinahe das Leben gekostet hätte: Wer kennt Ihre Mutter? 

Das Münchner Tierheim sucht eine Hovawart-Hündin, die etwa um den Jahreswechsel ihre Welpen zur Welt gebracht hat. Drei davon wurden in Moosach ausgesetzt. Die erst drei Wochen alten Hovi-Welpen harrten möglicherweise mehrere Tage in eisiger Kälte aus, bis ein Mann sie zufällig fand. Doch es gibt einen Hinweis auf ihre Herkunft, denn nur zwei Tage vorher hatte eine Passantin in Moosach eine seltsame Begegnung.

Am Mittwoch fand ein Spaziergänger die Welpen im Gebüsch am Glogauer Platz . Total aufgelöst erschien er kurz darauf mit seiner Schwester bei der Polizeiinspektion 44 in Moosach und gab die Tiere ab. Die bereits stark geschwächten Hündchen lagen ohne jeden Schutz im froststarren Gebüsch.

Die drei Weibchen kamen ins Tierheim, wurden gewärmt und aufgepäppelt und haben auch schon Namen: Ranja, Lea und Senta. Auf den Facebook-Seiten des Tierschutzvereins München wird der Fall heiß diskutiert. Die beiden Tierschutzinspektoren Dorin Cotofana und George Thomas gingen auf die Suche und bekamen einen interessanten Hinweis. Zwei Tage vorher – also am Montag – wurde eine Passantin in der Nähe des Postsportvereins Moosach von einer fremden Frau angesprochen. Sie hatte eine Hundeleine um die Schultern gehängt. Den Hund dazu sah die Passantin nicht. Die Frau bat, kurz das Handy der Passantin benutzen zu dürfen – weil sie vier Welpen abzugeben habe, die Mutter der Tiere aber behalten wolle. Nur ein Zufall? – Daran können die Inspektoren nicht so recht glauben. Den Inhalt des Telefonats selbst bekam die Passantin nicht mit.

Die drei Welpen werden überleben und müssen nun mit Welpenmilch großgezogen werden. Die Tierheim-Mitarbeiter machen sich große Sorgen um die Hovawart-Hündin, die (wenn überhaupt) vielleicht nur noch ein Junges hat. Es könnte sein, dass sie krank oder in Not ist. Ganz sicher aber sucht sie verzweifelt ihre Kinder. Unter Tel. 921 000-22 bittet das Tierheim um Hinweise.

DoP

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