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Kleingartenanlage in Moosach ausgezeichnet: Die grüne Perle in der Großstadt

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Die Kleingartenanlage NW18 in Moosach wird von Staatsministerin Michaela Kaniber als erste Naturgartenanlage Bayerns ausgezeichnet.
Die Kleingartenanlage NW18 in Moosach wird von Staatsministerin Michaela Kaniber als erste Naturgartenanlage Bayerns ausgezeichnet. © Achim Schmidt

Gold für eine grüne Oase. Die Kleingarten-Anlage NW18 in Moosach hat eine Auszeichnung von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) bekommen. Es ist die Erste ihrer Art.

München - Eine große Ehre für die Münchner Kolonie: Sie ist die erste Kleingartenanlage ganz Bayerns, die an der Aktion unter dem Motto „Bayern blüht – Naturgarten“ teilgenommen hat. Und sie ist gleich prämiert worden.

Bei „Bayern blüht“ geht’s nicht um möglichst viel bunte Pracht im Garten, sondern vor allem um das, was dahintersteht: zum Beispiel der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel. Auch chemisch-synthetische Düngemittel sind tabu. Die Gärten müssen naturnah gestaltet werden. Bei den Kleingartlern in Moosach erfüllen 115 der 122 Parzellen die hohen Kriterien, die das Ministerium anlegt, das sind mehr mehr als 90 Prozent der Gärten. Deshalb hat nun die komplette Anlage die goldene Auszeichnung – die höchste erreichbare Stufe – bekommen.

München-Moosach: „Wenn man hier durchgeht, fühlt man sich wie in einem Naturpark“

Kleingärtnerin Doris Quinten schwärmt: „Wenn man hier durchgeht, fühlt man sich wie in einem Naturpark. Ich glaube auch, dass das fürs Klima gut ist. Ich denke, dass sich auch in anderen Gartenanlagen das Bewusstsein allmählich wandelt.“ Und die Moosacher treiben diesen Bewusstseinswandel voran – sie freuen sich immer, wenn Gäste vorbeikommen und sich in der Anlage umschauen. Zu sehen gibt’s viel, darunter auch Überraschungen wie einen Lehrpfad mit eigenem Käfer-Keller.

Landwirtschaftsministerin Kaniber war sichtbar begeistert, als sie am Montagmittag vorbeikam, um die goldene Plakette und eine Urkunde persönlich zu überreichen. Sie findet Projekte wie dieses „gerade in der heutigen Zeit wichtig“. Dabei geht es ihr nicht nur um die Gedanken des Naturschutzes und der Erholung, sondern auch um die Idee der Selbstversorgung. Und klar ist: Wer sein eigenes Gemüse anbaut und später isst, wird genau drauf achten, wie er es düngt und pflegt. Achim Schmidt

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