Versuchter Mord

U-Bahn-Schubserin muss in die Psychiatrie

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Nicht schuldfähig: Csilla H. vor Gericht.

Es war versuchter Mord: Das Landgericht verurteilte am Montag die psychisch kranke Csilla H., weil sie einen Unternehmensberater im April am U-Bahnhof Westfriedhof von hinten auf die Gleise gestoßen hat.

München - Nur weil Thomas W. (47) rechtzeitig bremste, hat Werner M. (59) überlebt. So rettete der U-Bahn-Fahrer dem Unternehmensberater das Leben. Am 26. April 2017 war dieser im U-Bahnhof Westfriedhof von einer psychisch kranken Frau ins Gleis gestoßen worden, als der Zug einfuhr. Wegen versuchten Mordes stand Csilla H. (37) vor Gericht, am Montag nun erhielt sie ihr Urteil: Sie wird dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht.

„Es handelt sich um einen schwerwiegenden Fall“, sagte Richter Norbert Riedmann in seiner Urteilsbegründung. Die Angeklagte habe mit Vorsatz gehandelt. Auch in einem weiteren angeklagten Fall hatte das Gericht keine Zweifel, dass Csilla H. eine Studentin hatte ins Gleis stoßen wollen – doch die junge Frau hatte sich gewehrt. Im Gegensatz zu Werner M., der den Angriff von hinten nicht sehen konnte. Unter Schock versuchte er sich aus dem Gleisbett zu befreien, hätte es ohne die Vollbremsung der U-Bahn wahrscheinlich aber nicht geschafft. Im Gericht bedankte er sich dann bei seinem Lebensretter.

Csilla T. hatte sich provoziert gefühlt, was an ihrer Erkrankung lag. Eine Gutachterin attestierte ihr paranoide Schizophrenie und erklärte, dass weitere Taten von H. zu erwarten seien, wenn sie nicht behandelt wird. „Sie ist eine Gefahr für die Allgemeinheit“, sagte die Sachverständige. Deshalb die Unterbringung in der Psychiatrie. Denn Csilla H. hatte ihre Opfer völlig willkürlich am Bahnsteig ausgesucht. Insgesamt drei Personen hatte sie im Münchner Westen innerhalb kurzer Zeit attackiert. Aufgrund der psychiatrischen Erkrankung gilt H. allerdings nicht als schuldfähig.

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