Gewalt in der S-Bahn

Wegen Kontrollen: Schwarzfahrer verletzen Bundespolizisten

München - Wegen Fahrscheinkontrollen in der Münchner S-Bahn kam es am Freitag und Sonntag zu zwei gewalttätigen Auseinandersetzungen. Zwei Beamte der Bundespolizei wurden leicht verletzt.

Am Freitagmorgen versuchte ein 25-Jähriger aus dem Stadtteil Feldmoching-Hasenbergl, sich gegen 6.30 Uhr am Bahnhof Moosach einer Fahrscheinkontrolle zu entziehen. Der Mann wurde in einer stadtauswärtsfahrenden S-Bahn von Sicherheitspersonal der Deutschen Bahn ohne Fahrschein angetroffen. In Moosach soll er die drei DB-Mitarbeiter zunächst beleidigt haben und anschließend geflüchtet sein. Als er von einem 24-Jährigen Sicherheitsmitarbeiter aufgehalten wurde, kam es zu einer Rangelei, in deren Verlauf der 25-Jährige zugeschlagen haben soll. Nun muss er sich wegen Erschleichen von Leistungen, Beleidigung und Körperverletzung verantworten.

Am Sonntagmorgen fuhr eine Gruppe von sechs Personen ohne Fahrschein in der S4 in Richtung Geltendorf. Bei der Fahrscheinkontrolle durch Mitarbeiter der DB Sicherheit sollen diese gegen 6.20 Uhr durch drei Männer, einem 21-jährigen Serben, einem 21-jährigen Polen und einem 25-jährigen Türken beleidigt worden sein. Auch mit Hilfe von zwei sich auf dem Heimweg befindlichen Bundespolizisten ließ sich die Lage in der S-Bahn nicht beruhigen. Deswegen sollten alle Personen in Laim die S-Bahn verlassen. Noch in der S-Bahn kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung, in deren Folge der Serbe einem 27-jährigen Beamten ins Gesäß trat. Erst nach Androhung von Pfefferspray ließen sich die Männer beruhigen.

Nach dem Ausstieg am Bahnhof Laim flüchteten fünf der Männer - teilweise über den Gleisbereich. Durch sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen gelang es Beamten der Landes- und Bundespolizei, die fünf festzunehmen. Der angegriffene 27-jährige Bundespolizist erlitt durch einen Tritt eine Prellung am unteren Rumpfende des Körpers, sein 24-jähriger Kollege trug eine Prellung am Oberarm davon. Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Widerstand sowie Erschleichen von Leistungen eingeleitet.

mm

Rubriklistenbild: © Bundespolizei (Symbolbild)

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