Grünwalder Stadion: Nun ist klar, wie viele Zuschauer maximal reinpassen könnten

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Familien und OB Reiter trauern

Zwei Jahre nach dem OEZ-Amoklauf: Angehörige trauern am Mahnmal

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Liebevoll streichelt Nazmije Sagashi über das Bild ihrer getöteten Tochter.

Vor zwei Jahren, im Juli 2016, herrschte in München Ausnahmezustand: In einem Schnellrestaurant am OEZ wurden neun Menschenleben ausgelöscht. Nun gab es ein Gedenken an die Opfer.

München - Es ist still, niemand spricht ein Wort. Langsam kniet sich Nazmije Sagashi nieder. Sie hebt ihre rechte Hand, legt sie schützend auf das Bild ihrer geliebten Tochter. Sekundenlang streichelt sie liebevoll über das Gesicht ihrer Armela. So, als wäre das Mädchen wirklich da. Als wäre sie nicht nur 14 Jahre alt geworden. Als wäre sie nicht kaltblütig erschossen worden.

Die bewegende Trauer am OEZ: Etwa 150 Menschen versammelten sich am Sonntag um das Denkmal „Für Euch“, um den neun Opfern des Amoklaufs vor zwei Jahren zu gedenken. Viele Angehörige waren gekommen – Eltern, Geschwister, aber auch Freunde der Getöteten. „Für uns ist es sehr wichtig, hier zusammen zu trauern“, erklärt der Vater eines Opfers. Die Tat am 22. Juli 2016 – sie wird nie vergessen werden: David S. (18) löschte neun Menschenleben aus. Es war ein Freitag, als er im McDonald’s am OEZ urplötzlich das Feuer eröffnete. Acht der Opfer waren unter 21 Jahre alt. Sie waren Kinder, Brüder und Schwestern.

Trauernde Mitschüler und Freunde der Opfer liegen sich in den Armen.

OB Reiter: „Mörderischer Hass darf nie triumphieren“

Auch Oberbürgermeister Dieter Reiter war zu der Trauerfeier am Sonntag gekommen. „Um die Trauer und den Schmerz zu überwinden, ist auch ein weiteres Jahr, das inzwischen vergangen ist, keine Zeit“, sagte der Oberbürgermeister sichtlich bewegt. Dann fuhr er in seiner Rede fort: „Es war ein gezielter Anschlag auf das bunte, vielfältige und tolerante München.“ Über den Killer und seine schreckliche Tat hat er eine klare Meinung: David S. sei rechtsextrem und rassistisch, die Morde hätten eine einschneidende Bedeutung für die Stadtgeschichte.

Rechtsextrem? Mobbing-Opfer? Neuer Streit über das Tatmotiv des OEZ-Amokläufers

Das Mahnmal aus Edelstahl mit den Bildern der Toten ist in Form eines Ringes gestaltet, um den Zusammenhalt des Guten zu symbolisieren. Und OB Reiter sprach den Anwesenden bei seiner Rede aus dem Herzen: „Dass mörderischer Hass nie über die Menschlichkeit trumphieren darf“. 

Kathrin Braun

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