Stadtviertel der Superlative

Moosach

OEZ Olympia Einkaufszentrum
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Das Olympia Einkaufszentrum (OEZ), das größte Einkaufszentrum in Europa

In Moosach hat schon Papst Benedikt XVI. gelebt. Es ist ein Viertel der Superlative: Stadtteil mit einer der am weitesten zurückreichenden Geschichte, Standort des ältesten Baumes sowie des zweithöchsten Gebäudes Münchens. Kultur und Natur liegen eng beieinander und machen Moosach zum besonderen Wohngebiet, in dem es viel zu entdecken gibt.

Moosach – Dieser Stadtteil ist eines der ältesten Gebiete Münchens. Da passt es gut, dass hier ebenfalls der wohl älteste Baum der Stadt steht: Die Röth-Linde zählt ungefähr 350 Jahre und misst rund 23 Meter. Ihr Umfang beträgt über sechs Meter. Mit mehreren Metallsicherungen wird das Naturdenkmal in der Krone gesichert. Unser brandneuer München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alles, was in der Isar-Metropole passiert.

Der Stadtteil Moosach – Lage, Bezirk, Geschichte

Archäologische Funde lassen die Vermutung zu, dass Moosach seit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 807 kontinuierlich besiedelt war.

1892 kam es zur Anbindung an das Eisenbahnnetz. Damit siedelten sich immer mehr Industriebetriebe an und Wohngebiete wurden gebaut. Das Viertel entwickelte sich rasant zu einer selbstständigen Gemeinde. Diese wiederum wurde 1913 ein Teil von München. Zuerst waren Moosach und Neuhausen als Stadtbezirk zusammengefasst. 1996 kam es zur Trennung. Seitdem bildet Moosach den eigenständigen Stadtbezirk 10, der im Wesentlichen das Gebiet der ehemaligen Gemeinde umfasst. Er umschließt vier Ortsteile:

  • Nederling
  • Borstei
  • Hartmannshofen
  • Olympia-Pressestadt

Der Name Moosach geht auf den gleichnamigen Nebenfluss der Isar zurück. Der Stadtteil liegt im Nordwesten von München und verläuft vom Mittleren Ring im Osten über das Rangierbahnhofsgelände im Norden. Die Grenze im Süden stellt der Westfriedhof dar, im Westen ist es die Waldhornstraße.

Der Stadtteil Moosach: Sehenswertes und Besonderheiten im Viertel

Im historischen Ortskern um den St.-Martins-Platz liegt mit dem Pelkovenschlössl und dem Hacklhaus das kulturelle Zentrum des Viertels. Hier findet regelmäßig eine Vielzahl an unterschiedlichen Veranstaltungen statt: Konzerte, Ausstellungen, Lesungen oder auch Poetry Slam sorgen für ausreichend Abwechslung im Stadtteil Moosach. Eine Lokalität für Feiern steht zur Verfügung. Außerdem sehenswert sind dort die Kirche St. Martin und ihr Pfarrhaus. In ihm lebte Papst Benedikt XVI., als er noch als Aushilfskaplan beschäftigt war. Ein Gedenkstein erinnert an den berühmten Bewohner.

Das Uptown München am Georg-Brauchle-Ring ist das zweithöchste Gebäude der Isarmetropole. Es wird mit seinen 146 Metern Höhe lediglich vom Olympiaturm übertroffen. Durch ein erfolgreiches Bürgerbegehren der „Initiative unser München“ ist der Bau weiterer Gebäude in dieser Höhe untersagt. Damit kann dem Uptown München sein Rang nicht mehr streitig gemacht werden.

Das OEZ, wie das Olympia-Einkaufszentrum genannt wird, galt bei seiner Eröffnung 1972 als das größte Einkaufszentrum in Europa. Von bekannten Modeketten bis hin zu kleinen Kuriositätengeschäften findet man hier alles. Des Weiteren lohnt sich ein Spaziergang über den Westfriedhof: Bekannte Persönlichkeiten wie die frühere iranische Kaiserin Soraya, der Maler Franz von Lenbach und der einstige bayerische Ministerpräsident Hans Seidel sind hier bestattet. Der monumentale Kuppelbau der Aussegnungshalle beeindruckt mit seiner Architektur.

Der Stadtteil Moosach und seine Natur

In Moosach liegen einige weitläufige Grünflächen und Naturgebiete. Rund um den Rangierbahnhof ist ein künstlicher See angelegt, zusammen mit Spazier- und Wanderwegen. Etwas Waldluft gibt es im Hartmannshofer Wald oder dem Landschaftsschutzgebiet Kapuzinerhölzl zu schnuppern. Die Gegenden sind bei Radfahrern beliebt. An das Stadtviertel Moosach grenzt zudem der Olympiapark mit Angeboten für Aktivitäten, vor allem im Sommer. Des Weiteren sind der Nymphenburger Schlosspark und der Allacher Forst nicht weit.

Unter der Borstei versteht man eine Wohnanlage aus 77 Reihenhäusern mit über 770 Wohnungen. In ihrem Innenhof entfaltet sich ihr volles Potenzial. Hier gibt es Gärten, Fresken, Skulpturen, Statuen und schön verzierte Brunnen. Künstler haben ihre Ateliers in der Siedlung und in einem eigenen Botanikum stehen sogar Palmen und Olivenbäume. Ein Museum dokumentiert die Geschichte der Wohnanlage. Und in einem Café kann man diese Idylle ruhig auf sich wirken lassen.

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