Ein Opfer bis heute traumatisiert

Mord-Attacke mit Benzin

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Seine Opfer sollten verbrennen: Emilian P. begrüßt im Gerichtssaal seinen Anwalt.

München - "Die bring ich um!" Emilian P. (42) schäumte vor Wut, als in der Nacht zum 6. November 2011 aus einer Diskothek in der Wilhelm-Hale-Straße (Neuhausen) geworfen wurde. Da schmiedete er einen teuflischen Mordplan.

Die beiden Türsteher sollten jämmerlich verbrennen! Jetzt steht der Trockenbauer wegen versuchten Mordes vor dem Schwurgericht. Den Rauswurf hatte der Angeklagte selbst provoziert, weil er in dem Lokal randaliert und Flaschen zerbrochen hatte. Außer sich vor Wut schnappte sich der Rumäne eine leere Augustiner-Flasche und füllte diese in einer Tankstelle auf der Straße gegenüber mit Superbenzin. Außerdem kaufte er ein großes Feuerzeug,

Er kehrte zu den beiden Türstehern (34 und 35) zurück. Mit einer weit ausholenden Bewegung spritzte er das Benzin auf die beiden Männer, deren Kleidung sofort mit der brennbaren Flüssigkeit durchnässt wurde. Einen traf der Täter im Gesicht. „Er erlitt hierdurch Schmerzen und ein sofortiges heftiges Brennen in den Augen“, so Staatsanwältin Elisabeth Ehrl. Auf das andere Opfer schleuderte der Täter die noch halbvolle Flasche. „Nach dem Wurf der Flasche ging der Angeklagte, der bereits die ganze Zeit über das 11,5 Zentimeter lange Feuerzeug in seiner Hand gehalten hatte, auf die Geschädigten zu“, so die Anklägerin weiter. „Er versuchte, das Feuerzeug zu zünden, um damit die Geschädigten in Brand zu setzen und zu töten.“

Zum Glück konnte der 35-Jährige dem Täter das Feuerzeug gerade noch entreißen! Für dessen Kollegen war der Schock so groß, dass er bis heute traumatisiert ist und seinen Beruf aufgeben musste.

Emilian P., der erst vier Tage nach der Tat festgenommen wurde, gibt im Prinzip alles zu, bestreitet aber eine Mordabsicht: „Ich wollte die Türsteher nur erschrecken.“ Er kann aber nicht verhehlen, dass er den Tod seiner Opfer in Kauf nahm. Der Prozess geht weiter.

Ebu

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