Mord an Ulf M.: Drei Verdächtige gefasst

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Ulf M. wurde ermordet

München - Nach dem Mord an Ulf M. hat die Polizei drei Verdächtige gefasst. Geldkarten sind den Männern zum Verhängnis geworden.

Er hatte seinen Job in München aufgegeben – für seinen Traum: Ulf Möller (39) wollte endlich nach Asien. Vorher machte sich der Ingenieur am 9. Januar mit einem vollgeladenen Miet-Sprinter auf nach Trittau (Schleswig-Holstein), wo seine Eltern leben. Doch Ulf Möller kam dort nie an.

Eine Woche später fanden Polizisten seine Leiche im Laderaum des Umzugswagens in einem Wald bei Roßlau (Sachsen-Anhalt). Die Obduktion ergab: Ulf Möller war zu Tode geprügelt worden. Da auch seine EC-Karte fehlte, prüfte die Mordkommission auch seine Kontobewegungen.

Ergebnis: Mit der Karte war bei zwei Bankautomaten von jungen Männern Geld abgehoben worden – Überwachungskameras filmten sie.

Doch erst jetzt, sechs Wochen nach der Tat, gingen die Männer der Polizei ins Netz – durch Zufall. Am Vormittag des 14. Februar hatten mehrere Täter einen Mann (38) auf einem Autobahnrastplatz in Brandenburg gefesselt und in dessen Auto gezerrt. Die Bande fuhr ihr Opfer in einen einsamen Ort. Dort prügelten sie aus dem 38-Jährigen die Geheim-Nummer seiner EC-Karte heraus. Anschließend ließen die Schläger das Opfer verletzt zurück.

Wegen der Ähnlichkeit der Vorgehensweise schlossen sich Mordkommission und Raubkommissariat zusammen. Am 22. Februar kontrollierten Polizisten einen Pkw mit vier Litauern (18 bis 24) im Oder-Spree-Kreis. Im Auto entdeckten die Beamten unter anderem auch zwei Jacken, die jene Täter trugen, als sie mit Möllers EC-Karte Geld abgehoben hatten.

Die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau geht davon aus, dass drei der vier jungen Litauer an Möllers Tod beteiligt gewesen sind. Sie sitzen nun wegen Raub mit Todesfolge in Untersuchungshaft.

JAM

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