Polizei verrät neue Details

Mord an Isar: Täter verletzt - 170 Hinweise

München - Die Ermittlungen nach dem Mord an einem 31-jährigen Münchner an der Isar laufen auf Hochtouren. Jetzt hat die Polizei neue Einzelheiten zu der grausamen Tat veröffentlicht. 

Nach den neuesten Erkenntnissten stellt sich die Bluttat wie folgt dar: Am Dienstag, 28. Mai, gegen 22 Uhr, fuhren der 31-jähriger Italiener aus München und seine 28-jährige Verlobte mit ihren Fahrrädern den Radweg entlang der Isar in nördliche Richtung. In der Erhardtstraße, auf Höhe des Europäischen Patentamtes, fuhren sie an dem späteren Täter vorbei, der ihnen zu Fuß in südlicher Richtung auf dem dortigen Gehweg entgegenkam.

Dieser spuckte die 28-Jährige beim Vorbeifahren unvermittelt an, was sie beim Weiterfahren ihrem Verlobten mitteilte. Der 31- Jährige drehte um und fuhr zurück. Die 28-Jährige sah aus rund 50 Meter Entfernung wie sich zwischen ihrem Verlobten und dem Täter ein kurzes Wortgefecht und eine Rangelei entwickelte. Der Täter entfernte sich anschließend zu Fuß von der Örtlichkeit in südliche Richtung auf dem Gehweg der Erhardtstraße, während der Geschädigte zusammenbrach.

Die 28-Jährige verständigte sofort den Notarzt und bat vorbeikommende Passanten um Hilfe. Der Verletzte kam mittels Notarzt unter laufender Reanimation in ein Krankenhaus, wo er verstarb. Bei der Obduktion wurden multiple Stichverletzungen festgestellt, wobei todesursächlich ein Herzstich war.

Täterbeschreibung der Polizei

Ca. 30 Jahre alt, ca. 175 cm groß, dunkle oder blonde Haare; dunkel gekleidet, oberschenkellange Jacke, dunkle Umhängetasche. Die intensiven Ermittlungen der Soko Cornelius, die mittlerweile 27 Mitarbeiter umfasst, dauern weiter an.

Ein Motiv für die Tat ergab sich bisher nicht. Das bereits veröffentlichte Fahndungsplakat wird zur Unterstützung der Auslobung neben der Anbringung im Tatortbereich auch in einer Vielzahl von Gaststätten im innerstädtischen Bereich rund um den Tatort ausgehängt.

Insgesamt gingen bisher rund 170 Hinweise bei der Soko Cornelius ein. In diesem Zusammenhang wird nochmals herausgestellt, dass aufgrund der Spurenlage am Tatort derzeit davon ausgegangen wird, dass sich der Täter bei der Tat selbst verletzt hat. Es konnten Blutspuren gesichert werden, die dem Täter zugeordnet werden. Daher sind für die Ermittlungen auch männliche Personen von Interesse, die seit dem 29. Mai Verletzungen, insbesondere Stich- oder Schnittverletzungen, aufweisen, diese aber nicht plausibel erklären können.

Zeugenaufruf

Hinweise nimmt die Soko Cornelius unter der Telefonnummer 089/2910-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Auslobung

Für Hinweise, die zur Klärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt, deren Zuerkennung unter Ausschluss des Rechtsweges erfolgt. Die Auslobung gilt ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Polizeibeamte zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört.

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