Mord in Tabledancebar Kapitol

Natallia G. wird in Weißrussland beerdigt

+
Ein Foto aus glücklichen Tagen: Natallia G. mit ihrer geliebten Tochter und ihrem Ehemann.

München - Die Tabledancebar Kapitol ist nach dem grausamen Mord an Natallia G. noch geschlossen. Derweil organisiert die Familie des Opfers die Beerdigung in Weißrussland.

Vor dem Eingang liegen weiße Rosen und stehen Grablichter: Auch eine Woche nach dem Mord an der schönen Bardame Natallia G. (35) ist die Tabledancebar Kapitol an der Arnulfstraße geschlossen. „Wann wir wieder öffnen können, weiß ich nicht“, sagt Inhaber Tobi W.

Unterdessen organisiert Natallias Familie die Beerdigung der jungen Frau in ihrer Heimat in Weißrussland. Zwischenzeitlich haben sich ihre Schwester Olga (41) und deren Ehemann Kurt von Dachau aus auf den Weg gemacht nach Soligorsk – der Stadt, in der Natallia geboren wurde. Hier soll sie ihre letzte Ruhe finden. An ihrem Grab wird auch ihre Tochter (14) und ihr Ehemann stehen.

Der mutmaßliche Mörder von Natallia G. hat die Tat gestanden. Sein Motiv: verschmähte Liebe. Jurij Schakura (44) war am Freitag bei Dresden nach vier Tagen auf der Flucht festgenommen worden. Bereits 2006 wurde er zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt, nachdem er im Suff einem Landsmann in den Bauch gestochen hatte. Zuletzt hatte er immer öfter Freigang – und kam erst am Montag, wenige Stunden vor der Tat, wieder ganz auf freien Fuß. Entscheidend dafür waren zwei Gutachten, die in der Psychiatrie in Haar angefertigt worden waren. Den Ärzten hatte Schakura erzählt, er führe eine Beziehung mit Natallia.

tz

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion