Fax offenbart prall gefülltes Konto

Geschwistermord: So reich war das Opfer

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Robert B. (38) hat gestanden, seine Schwester Elvira umgebracht zu haben.

München - Vor Gericht hat Robert B. gestanden, seine Schwester Elvira S. ermordet zu haben. Nun kommt dank einer Rechnung heraus, dass das Opfer über viel Geld verfügt haben muss.

Zweiter Tag im Prozess um den Mord in der Thalkirchner Straße! Beim Auftakt gestand Robert B. (38), dass er seine reiche Schwester Elvira S. (38) mit einer Kordel erdrosselt hatte. Am Mittwoch sagten Ermittlungsbeamte aus - und erklärten, wie sie die Tat aufgedeckt haben.

Umzugshelfer hatten am 3. Februar 2016 in der Wohnung von Elvira S. geklingelt. Weil sie nicht antwortete, öffnete der Concierge die Tür und fand ihre Leiche. „Die Kordel war noch um den Hals und schnitt tief in das Halsgewebe ein.“

Letztes Lebenszeichen: Rechnung über 140.000 Euro

Um 11.54 Uhr gab es tags zuvor das letzte Lebenszeichen der Witwe. Über den Concierge hatte sie ein Fax verschickt. Der Inhalt: eine Rechnung über 140.000 Euro an eine Detektei. Diese hatte Elvira S. beauftragt, um die Ex-Frau ihres verstorbenen Ehemannes überwachen zu lassen. Wohl mit dem Ziel, die 15.000 Euro Unterhalt selbst zu kassieren, die der Patent-Besitzer Elviras Vorgängerin gezahlt hatte.

Kurios: Ihr hatte er zur Auflage gemacht, dass sie nach ihm keine anderen Männer mehr haben dürfe. Wie sich jetzt zeigte, hatte Elvira trotz des Erbes Geldprobleme. Nur noch zwei Millionen Euro waren zuletzt übrig, monatlich gab sie bis zu 50.000 Euro aus! Das machte den verarmten Bruder wütend. Im Streit hatte er sie getötet. Seine Adresse in Ungarn erhielt die Kripo dann von der Bank, denn Elvira S. hatte B. in ihrem Testament bedacht - mit 2000 Euro monatlich.

A. Thieme

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