Mordfall Böhringer: Hungerstreik beendet

Hier geschah am 15.5.2006 der Mord an der Eigentümerin Charlotte Böhringer.
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Hier geschah am 15.5.2006 der Mord an der Eigentümerin Charlotte Böhringer.

Im Münchner Schwurgerichtsverfahren um den Mord an einer Parkhaus-Millionärin hat der Angeklagte nach 40 Tagen seinen Hungerstreik beendet.

Der 33 Jahre alte Neffe der Getöteten habe ihm bereits am vergangenen Freitag mitgeteilt, er werde ab sofort wieder feste Nahrung zu sich nehmen, bestätigte Verteidiger Peter Witting am Mittwoch entsprechende Medienberichte. Seine besorgte Familie habe ihn immer wieder gedrängt, das Hungern aufzugeben. Der Angeklagte habe sich diesem Wunsch insbesondere unter dem Eindruck eines Zusammenbruchs seiner Mutter gefügt, die kürzlich bei seinem Anblick angefangen habe, zu weinen.

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Der 33-Jährige steht seit mehr als einem Jahr vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, seine Tante im Mai 2006 im Penthouse über ihrer Parkgarage aus Habgier erschlagen zu haben. Nach einem Zerwürfnis mit der 59-Jährigen soll er laut Anklage seine Enterbung befürchtet haben. Im Ermittlungsverfahren und wiederholt auch im Prozess hatte der Angeklagte seine Unschuld beteuert. Am 21. April begann er mit dem Hungerstreik, um auf seine “verzweifelte Lage“ aufmerksam zu machen. Bis zum 30. Mai nahm der Untersuchungshäftling nur Flüssigkeit zu sich. Er wurde in der Haftanstalt täglich untersucht. Dies wird nach Angaben der Anstaltsleitung fortgesetzt. Gegen den Angeklagten wird am morgigen Donnerstag weiter verhandelt. Der Prozess ist vorläufig bis 1. August terminiert.

Quelle: DPA

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