Prozess wird wohl verschoben

Mordfall Daniela: Sind in diesen Tonnen Beweise?

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In blauen Plastikfässern karrten Polizeibeamte am Freitag jede Menge Asservate vom Tatort aus dem Kapuzinerhölzl in die Labors der Kriminalpolizei.

München - Im Mordfall Daniela Karaffa geht die Staatsanwaltschaft davon aus, genügend Beweise gegen den tatverdächtigen Bülent A. zusammengetragen zu haben. Der Prozess wird wohl verschoben.

Hier waren sie noch ein Herz und eine Seele: Daniela Karaffa und der mutmaßliche Mörder Bülent A.

Als „Mordprozess ohne Leiche“ sollte das Verfahren gegen Bülent A. (44) am 26. Mai beginnen. Er ist dringend tatverdächtig, am 12. März 2013 seine Lebensgefährtin Daniela Karaffa (36) in deren Wohnung in der Nimmerfallstraße (Pasing) ermordet zu haben. Die Leiche der zweifachen Mutter wurde erst am vergangenen Freitag im Kapuzinerhölzl entdeckt. Der Prozess muss wahrscheinlich verschoben werden.

Bilder: Polizei entdeckt Schädel in Wald

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Die Leiche der nackten Frau war im Unterholz verscharrt worden. Sie war nur mit wenig Erde und Laub bedeckt, als die Ermittler Knochen für Knochen freilegten. In großen Plastikfässern karrte die Polizei zudem jede Menge Asservate vom Fundort. Welche dieser sichergestellten Teile beweiserheblich sind, müssen die Ermittlungen ergeben.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie genug Relevantes gegen den hartnäckig schweigenden Bülent A., der von den Anwälten Alexander Eckstein und Klaus Woryna verteidigt wird, in der Hand hat. Der Schwurgerichts-Vorsitzende Michael Höhne denkt über eine Verschiebung nach. „Die Entscheidung fällt in ein oder zwei Tagen“, so Höhne zur tz.

E. Unfried

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