Mordfall Lorenzo (17): Verlobung im Knast gelöst

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Lorenzo (17) wurde ermordet.

Fulda - Der Mordfall Lorenzo entwickelt sich zur unendlichen Geschichte. Jetzt hat die Angeklagte Maren S. die Verlobung mit dem Mitangeklagten Oliver P. gelöst. Der Grund dafür hat etwas mit der Tat zu tun.

Der Prozess um den Mord am Münchner Autohänd­ler Lorenzo M. (17) vorm Fuldaer Landgericht: Seit August müssen sich Tauchlehrer Oliver P. (39) und seine Lebens­gefährtin Maren S. (31) für den Anschlag vom Fe­bruar verantworten – eine unendliche Geschichte …

Automord: Mysteriöser Brief aufgetaucht

Das seit vier Monaten andauern­de Verfahren hat auch die Bezie­hung der beiden Hauptangeklag­ten zerrüttet: Weil Oliver P. sie massiv belastete, löste Maren S. die in der U-Haft eingegangene Verlobung. Nun gibt es eine neue Version des Tathergangs: Es sei zunächst geplant gewesen, Lorenzo und seinen Schwager Ali nur eine Anzahlung von 2.000 Euro abzunehmen. Man habe behaupten wollen, dass der versprochene VW-Transporter noch von seinem Ei­gentümer benötigt werde. Oliver P.: „Ich wollte das nicht, doch meine Partnerin war darauf erpicht.“

Auf dem dunklen Parkplatz habe er dann seine Waffe ziehen und die ge­samten 15.000 Euro fordern wol­len. „Da wurde mein Gedanken­chaos noch größer“, sagte P. aus. Er habe nicht betrügen, vor seiner Freundin aber auch nicht als Versager dastehen wollen. Lorenzo habe die Waffe in seiner Tasche bemerkt. Ir­gendwie sei er auf den Knien gelandet: „Lorenzo stand vor mir und hielt etwas silbern Glänzendes oben in der Hand.“ An mehr erinnere er sich nicht.

Nun will P.’s Anwalt einen psych­iatrischen Experten laden lassen, der aussagen soll, dass P. ungeplant und in Not­wehr gehandelt hat. Bis Januar wird nun weiterverhandelt.

tz

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