Mordfall Poschinger: Die irren Pläne des Rainer H.

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Rainer H. (l.) ist angeklagt - oben rechts: Mordopfer Dirk von Poschinger

München - Im Prozess um den Mord an dem 36 Jahre alten Manager Dirk von Poschinger-Camphausen wurde der Angeklagte Rainer H. am Montag weiter schwer belastet.

Nach Angaben von Zeugen hatte der 40-Jährige schon seit Jahren ein Verbrechen geplant, um an Geld zu kommen.

Seinen Schwiegereltern gegenüber soll Rainer H. schon 2006 irre Pläne präsentiert haben. Er wollte ein teures Auto kaufen und kurz nach dem Geschäft den Verkäufer durch die Russen-Mafia ausrauben lassen. Das habe er in einem Anfall von Redseligkeit erzählt. Anschließend würde er die Beute mit der Mafia teilen.

Diese Pläne strickte er weiter, nur dass er mit niemandem mehr teilen wollte. Er hatte auch darüber geredet, einen Auto-Verkäufer zu töten, um an dessen Fahrzeug zu kommen.

Nachdem er das geplante Verbrechen am 14. Januar an Dirk von Poschinger-Camphausen verwirklichte, las Christian K. (33), der Schwager des Angeklagten, bei tz-online von der Tat. „Ich habe mir gleich gedacht: Mensch, das ist die Geschichte, die ich von Rainer schon gehört habe“, so der Informatiker am Montag im Zeugenstand. Mehrere Zeugen bestätigten zudem, dass Rainer H. immer wieder mit seinen Waffen geprahlt hatte. Der Prozess wird heute fortgesetzt. Das Urteil wird vermutlich nächstes Jahr verkündet.

ebu.

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