Angriff mit abgebrochener Bierflasche

Glasattacke: Drei Jahre Haft für 089-Bar-Schläger

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Benjamin S. (22) muss in den Knast.

München - Es war eine Party, die im Albtraum endete! Weil Benedikt S. (22) seinem Berufsschul-Kameraden Eduard D. (24) am 4. Februar eine abgebrochene Bierflasche mehrfach ins Genick rammte, muss er nun für drei Jahre in den Knast!

Denn das Landgericht München wertete seine brutale Attacke als gefährliche Körperverletzung. Angeklagt war er wegen versuchten Mordes.

Mehrfach wurde im Prozess ein Überwachungsvideo aus der 089-Bar gezeigt: Darauf ist zu erkennen, wie Eduard D. dem späteren Täter im Gang des Clubs zweimal mit der Faust ins Gesicht boxt. Als „erhebliche Provokation“ wertete ein Gutachter am Montag diesen Angriff. Dieser rechtfertigte aber nicht die brutale Attacke, die Benjamin S. darauf folgen ließ. „Mehrfach“ habe er seinem bereits am Boden liegenden Opfer mit dem Flaschenhals nachgesetzt.

Zuvor hatte S. sich mit Wodka vollgesoffen, zur Tatzeit um 2.14 Uhr nachts wies ein Alkoltest rund zwei Promille in seinem Blut nach. Trotzdem war der Gutachter sicher, dass Benjamin S. voll steuerungsfähig war – und es eben nicht so war, dass er nicht mehr wusste, was er tat. Denn: Nach seinem gefährlichen Angriff führte er noch diverse Telefonate.

Opfer Eduard D. bleiben von der Schlägerei zahlreiche Narben im Genick zurück. Sie werden ihn ein Leben lang an die Nacht erinnern, in der er beinahe totgestochen wurde.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

A. Thieme

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