Kein Vergleich zu 2011!

Video: So schön ist der Münchner Christbaum heuer

München - Am Marienplatz ist am Montag der diesjährige Christbaum angekommen. Anders als im vergangenen Jahr dürfen sich die Münchner diesmal auf ein echtes Prachtstück freuen.

Bäumchen, wechsel dich – zum Glück! Denn diesmal hat die Stadt hervorragend gewechselt. Keine Hungerfichte mehr wie die von 2011 aus Österreich. Ab sofort schmückt den Marienplatz ein dicht bewachsener Baum aus dem Pfaffenwinkel, genauer: aus Bad Bayersoien. Astrein, das G’wachs!

Was für ein Unterschied! Links der diesjährige Christbaum, rechts das Exemplar von 2011.

Die feine Fichte in Zahlen: 26 Meter hoch ist sie, wiegt 5,7 Tonnen und hat einen Stockumfang von 2,52 Metern. Alter: 68 Jahre. Ernst Jörg ist zehn Jahre jünger als sein ganzer Holz-Stolz, den er und drei wackere Mannen geschlagen haben. „Eine Fichte mit wunderschönem, gleichmäßigem Astkranzwuchs und dickem Geäst“, schwärmt der Zimmerermeister.

Am Freitag wurde sie gefällt – recht problemlos, weil kein Schnee lag. Am Samstag banden dann rund zehn, zwölf Leute die Äste zusammen. „Das war eine Heidenarbeit“, erzählt Jörg – und das bei einem Christbaum. Am Samstag wurde die Fichte in Netze verpackt, und Sonntag um Mitternacht ging’s auf nach München. „Um 3.45 Uhr waren wir hier, um 6 Uhr hat die Feuerwehr beim Aufstellen geholfen, und seit 8 Uhr steht er.“

Zwei Gemeinderäte, vier Helfer und zwei Tourismus-Experten sind aus den Ammergauer Alpen nach München gekommen. „Genau vor zehn Jahren“, sagt Bürgermeister Eberhard Steiner (68), „war ich bei der Stadt München vorstellig und wollte ihr einen Baum schenken. Das war meine erste Amtshandlung“, grinst Steiner, ein ehemaliger Lehrer. „Jetzt bin ich sehr erleichtert und stolz, dass es geklappt hat – und dass der Baum steht.“

Erleichtert wirkt auch Münchens Wirtschaftsreferent und OB-Kandidat Dieter Reiter (SPD), der mit Steiner um die Wette strahlt. „Die Standl der Gemeinde, die uns den Baum spendieren, werden ab sofort immer auf dem Marienplatz stehen und nicht mehr im Innenhof des Rathauses“, sagt er. „Das gehört sich so.“

Die Liste potenzieller Christbaum-Spender ist übrigens 17 Gemeinden lang. „Alle aus Bayern.“ Ob da die unglücklichen Österreicher (Stichwort: Hungerfichte 2011) nochmals zum Zuge kommen? Reiter lacht: „Bayern ist groß. Wir arbeiten erstmal die bayerische Liste ab.“

Matthias Bieber

Der Christbaum 2011 - eine Hungerfichte

Die ersten Bilder: Der Christbaum 2011

Rubriklistenbild: © Feuerwehr

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