Städtische Mitarbeiter verstrickt

Müll-Mafia: Jetzt auch interne Ermittlungen!

München - Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft zur Müll-Mafia auf den Wertstoffhöfen laufen. Jetzt wurde bekannt: Mindestens zehn städtische Mitarbeiter sind in die Machenschaften verstrickt!

Der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWM) hat nun auch eigene Ermittlungen aufgenommen. Die Folge: Der Wertstoffhof in der Arnulfstraße ist voraussichtlich bis Donnerstag zu, auch den anderen drohen befristete Schließungen.

Nach einer Razzia am Donnerstag wurden acht Verdächtige, darunter vier städtische Angestellte, vorläufig festgenommen. Offenbar haben städtische Mitarbeiter eine rumänische Bande mit Werststoffen versorgt, die diese gegen Bargeld vertickt haben. Im Moment sitzen noch drei Rumänen in U-Haft, der Rest kam gegen Auflagen raus. Auch ein Rumäne ist wieder frei, nachdem er ein umfassendes Geständnis abgelegt hatte. Laut Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch liegt die Zahl der beteiligten städtischen Mitarbeiter im zweistelligen Bereich. Jetzt hat auch die AWM eigene Ermittlungen aufgenommen – dazu ist ein Unternehmen in solchen Fällen verpflichtet. „Im Rahmen dieser dienstaufsichtlichen Maßnahmen werden alle unsere Mitarbeiter befragt“, berichtet Heiner Bauer vom AWM.

120 Angestellte arbeiten bei den zwölf Wertststoffhöfen. Sie alle werden nun auch intern vernommen.

cmy

Auch interessant

Meistgelesen

Sperrung auf S4- und S6-Strecke aufgehoben
Sperrung auf S4- und S6-Strecke aufgehoben
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 

Kommentare