Muss sie jetzt ein Ordnungsgeld zahlen?

Müller-Wohlfahrt schwänzt Gerichtstermin

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Karin Müller-Wohlfahrt ist mit ihrem Mann derzeit in Nepal.

München - Eine Woche Urlaub in Nepal gönnt sich das Ehepaar Müller-Wohlfahrt dieser Tage – und verärgert damit das Münchner Landgericht. Denn eigentlich hätte Karin Müller-Wohlfahrt Donnerstag vor Gericht erscheinen müssen, als Opfer einer Betrügerbande.

Doch die Gattin des FC-Bayern-Arztes flog samt Ehemann nach Kathmandu – obwohl das Gericht ihr Erscheinen explizit verlangt hatte!

Angeklagt: Ulrich K. (l.) und Karlheinz I.

Wie berichtet, geht es in dem Prozess um einen Anlagebetrug, dem Müller-Wohlfahrt zum Opfer gefallen sein sollen. Angeklagt sind Ulrich K. und Karlheinz I. Eine halbe Million Euro ist futsch, die Anzeige von Karin Müller-Wohlfahrt war maßgeblich für die Ermittlungen. Wie üblich lud das Gericht sie als Zeugin – doch vier Wochen nach der Ladung ließ die Künstlerin über ihren Anwalt erklären, sie könne nicht kommen und wolle lieber einen Termin in der nächsten Woche. Der Vorsitzende Richter Peter Noll bekam eine Zusammenfassung der Reise nach Nepal zugeschickt, die noch bis zum heutigen Freitag dauert. Wann die Reise gebucht wurde, war daraus nicht ersichtlich. „Ich habe ihr geschrieben, dass das so nicht geht“, sagte Noll am Donnerstag. „Ich muss Sie bitten, zu erscheinen“, hieß es in seiner Antwort, die aber ohne Wirkung blieb. Kurz vor dem gestrigen Termin bat ihr Anwalt nochmals um eine Verschiebung – doch da war seine Mandantin schon nicht mehr im Lande. Die Staatsanwaltschaft sieht im Verhalten von Müller-Wohlfahrt ein „unentschuldigtes Fernbleiben“ und beantragte, ein Ordnungsgeld zu verhängen.

Darüber will Peter Noll entscheiden, nachdem Karin Müller-Wohlfahrt sich erklärt hat – sie soll nun, genau wie ihr Mann, am kommenden Montag vor Gericht erscheinen. Dann wird es auch um die Frage gehen, wie stark sie durch den mutmaßlichen Betrug geschädigt wurde. „Sie konnte jedenfalls noch Business Class fliegen“, stellte Noll fest. „Verarmt scheint sie nicht zu sein durch diesen Vorgang.“

Ann-Kathrin Gerke

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