Nach Gorilla-Aktion in der Müllerstraße

Geht doch! Jetzt lässt Ude das Haus renovieren

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OB Ude denkt um nach der affengeilen Aktion im Haus in der Müllerstraße 6.

München - Es geht also doch! Einen Tag nach der Veröffentlichung des Protest-Videos gegen den Leerstand im städtischen Wohnhaus an der Müllerstraße 6 schaltet sich der OB ein und lässt den Bau provisorisch herrichten.

Christian Ude sah sich am Dienstag persönlich die renovierte Bleibe an und schrieb auf Facebook: „Die provisorische Renovierung, die nach Auskunft der Gruppe bei großem Arbeitseinsatz nur knapp 3000 Euro Materialkosten ausgelöst hat, hat einen für junge Leute höchst attraktiven Wohnraum mit durchaus zeitgemäßer technischer Ausstattung geschaffen.“

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Kleinkunst-Impresario Till Hofmann, Grafikerin Ziska Thalhammer und Architekt Georg Beneke (v.r.) zeigen die renovierte Wohnung.

Ude machte Dampf beim zuständigen Kommunalreferenten Axel Markwardt (SPD), mit ihm habe er sich „verständigt, dass die wenigen leerstehenden Wohnungen des Anwesens unverzüglich nach dem Vorbild der jetzt vorgenommenen provisorischen Sanierung ebenso schnell und kostengünstig in einen bewohnbaren Zustand zu versetzen und einer Wohnnutzung zuzuführen sind.“  Damit ist das Haus aber noch lange nicht gerettet. Die Stadt prüft derzeit einen Neubau, dem auch die Nachbarhäuser Müllerstraße 2 und 4 sowie der Bolzplatz der Glockenbachwerkstatt nebenan zum Opfer fallen würde. Ude rechnet nicht mit einem Baubeginn vor 2015.

Auf Antrag der Stadtrats-CSU wird auch der Erhalt der Häuser geprüft. Darum frotzelt CSU-Fraktionschef Josef Schmid: „So oft, wie sich der OB dreht, könnte man ihm Malerpinsel um den Bauch binden und die Wohnungen in der Müllerstraße wären im Nu gestrichen. Vielleicht könnten auch die vielen anderen städtischen Wohnungen, die Rot-Grün leer stehen lässt, durch Udes wenigstens handwerklichen Einsatz schneller wieder vermietet werden.“

Und ihrem Einsatz ist es zu verdanken

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Kultur-Impresario Till Hofmann hatte die putzwütige Affen-Bande für das Video zusammen getrommelt. Er freut sich über Udes Entschluss: „Das ist die absolut richtige Entscheidung. Und ich gehe davon aus, dass sich die Überzeugung durchsetzt, das es sinnvoller ist, die Häuser für wenig Geld zu erhalten und die Millionen einzusetzen, um Büros in Wohnungen umzuwandeln oder marode Schultoiletten zu sanieren.“

nter anderem hatten Ex-Fußballer Mehmet Scholl, Regisseur Marcus H. Rosenmüller, Komponist Gerd Baumann (l., v. r.), Kabarettist Dieter Hildebrandt (r.), Rüde Linhof und Flo Weber (ganz links) von den Sportfreunden Stiller gewerkelt, Die Band Moop Mama lieferte den Soundtrack.

Johannes Welte

 

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