Die Mülltonnen bleiben voll - "Wie in Neapel!"

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Jörg Seewalds Biotonne quillt seit Wochen über

München - Die Münchner Müllabfuhr kommt momentan in einigen Gebieten und Straßen der Arbeit nicht mehr hinterher und entschuldigt sich. Den Betroffenen stinkt das Problem gewaltig.

Seit Wochen wartet Jörg Seewald (49) auf die Müllabfuhr: Die Biotonne sei vor zwei Wochen schon nicht und diesen Freitag wieder nicht geleert worden, berichtet der Obermenzinger der tz. Ausgerechnet die Biotonne, auf die jetzt auch noch die Sonne scheint.

„Die Sache stinkt langsam zum Himmel. Das sind ja Zustände wie in Neapel“, sagt Seewald. Auch alle Nachbarn in der Rathochstraße warteten verzweifelt auf die Müllabfuhr. Sonst seien die Männer doch auch total pünktlich und zuverlässig!

Die Münchner Müllabfuhr bestätigt das Problem – und entschuldigt sich. In der vergangenen Woche seien außergewöhnlich viele Mülllader und Fahrer krank geworden. In einzelnen Gebieten und Straßen seien die Tonnen nicht planmäßig geleert worden.

„Wir entschuldigen uns für etwaige Unannehmlichkeiten bei allen betroffenen Münchnern“, sagt Helmut Schmidt, Zweiter Werkleiter des Abfallwirtschaftsbetriebs. „Normalerweise haben wir eine Quote von 99 Prozent Zuverlässigkeit.“

Alle Ressourcen seien mobilisiert worden, bis Ende der Woche soll der Müll weg sein. Vor allem in Obermenzing und Moosach gäbe es Probleme mit dem Papiermüll. Wer mehr Abfall habe, könne ihn neben der Tonne lagern. Er werde so schnell wie möglich kostenlos entsorgt. Bei Jörg Seewald pressiert es langsam: „Schließlich zahlen wir ja auch Gebühren.“

dac.

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