Im Juli soll es losgehen

Zehn-Millionen-Plan für Donnersbergerbrücke

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Die Sanierung der Donnersbergerbrücke soll zehn Millionen Euro kosten.

München - Die gestresste Donnersbergerbrücke wird gehörig aufgehübscht und in Form gebracht. Für die Sanierung des S-Bahnhofs nimmt der Freistaat viel Geld in die Hand.

Hans Peter Göttler vom Verkehrsministerium (r.) und Heiko Hamann (Bahn) wollen die Donnersbergerbrücke sanieren.

Knapp zehn Millionen Euro wird der Ausbau des Bahnsteigs kosten. Und ganz praktisch: Der Bahnhof wird barrierefrei. Im Juli soll mit den Arbeiten begonnen werden. „Die barrierefreien Bahnhöfe sind dem Freistaat ein großes Anliegen“, sagte Hans-Peter Göttler vom Bayerischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium am Freitag. Das Geld für den Umbau stammt größtenteils aus dem Ausbauprogramm des Freistaats, mit dem er Münchner S-Bahnhöfe barrierefrei machen möchte. Dafür stehen 102 Millionen Euro bereit. Wenn alles gut geht, sollen die Bauarbeiten im Herbst 2014 beendet sein. Göttler: „Jetzt fehlt nur noch die Haltestelle Isartor, die soll 2015 barrierefrei werden.“

Das Kernstück des Ausbaus sind drei neue Aufzüge. Die sollen gewährleisten, dass auch behinderte Fahrgäste möglichst bequem das S-Bahnnetz nutzen können. Dafür wird das vorhandene Zugangsgebäude durch einen 37,50 Meter langen Steg zwischen den Mittelbahnsteigen nach Osten hin verlängert.

Von diesem Steg geht’s dann ohne Hindernisse mit dem Aufzug runter zu den Gleisen. Auch, wer von der Richelstraße aus in den Bahnhof möchte, soll es in Zukunft leichter haben: Der dritte Aufzug befördert die Fahrgäste von der unteren Straßenebene über das Zugangsgebäude bis zur oberen Ebene an der Donners­ber­ger­brücke und zurück.

Außerdem sollen bei der Gelegenheit auch gleich das Dach, die Beleuchtung und die Beschallung erneuert werden. Blindenschrift an den Treppen-Geländern wird in Zukunft Sehbehinderten anzeigen, zu welchem Gleis sie gerade unterwegs sind. Prima!

Und wo ist der Haken an der Sache? An vier Wochenenden im August muss die Stammstrecke komplett gesperrt werden. Ein Schienenersatzverkehr ist aber eingeplant. An drei weiteren Wochenenden hoffen die Verantwortlichen, die Gleise nur teilweise sperren zu müssen – um den Bahn-Verkehr nicht vollständig aufzuhalten. Deswegen finden die Bauarbeiten größtenteils auch nachts statt.

T. Scharnagl

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