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13-jähriges Mädel vergewaltigt und gefilmt! Münchner (35) räumt schreckliche Tat ein - „Unverzeihlich“

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Von: Andreas Thieme

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Ludwig E. (35) muss sich wegen schwerem sexuellen Missbrauch eines Kindes vor Gericht verantworten
Ludwig E. (35) muss sich wegen schwerem sexuellen Missbrauch eines Kindes vor Gericht verantworten © SIGI JANTZ

Ein 35-Jähriger Münchner hat eine 13-Jährige vergewaltigt und die Tat dann gefilmt und einem Freund geschickt. Vor dem Landgericht gab er alles zu und entschuldigte sich - ihm droht nun Knast.

München - Ludwig E. (35) kommt im schicken Jacket zu seinem Prozess. Doch seinen Taten, das stellt sich im Laufe des Vormittags heraus, sind das Gegenteil: abscheulich und verachtenswert. Vor dem Landgericht gab der Münchner gestern zu, ein erst 13-Jähriges Mädchen vergewaltigt zu haben. Die Tat filmte er und schickte die Aufnahmen sogar einem Bekannten, die sich im Vorhinein zu dieser Tat verabredet hatten.

Es sind heftige Verbrechen, doch der Angeklagte sprach nicht selbst. Er ließ vielmehr über seinen Anwalt mitteilen, dass die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft „gänzlich korrekt sind“. Ludwig E. gebe sie „ohne Einschränkung zu“. Der Beschuldigte muss sich unter anderem wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern, Vergewaltigung und der Verbreitung kinderpornografischer Schriften verantworten. Der Mann, der das Mädchen im Internet für Sex angeboten haben soll, steht derzeit in Flensburg vor Gericht.

München: Männer betrachteten das 13-jährige Mädchen als bloße Ware für Sex

In der Anklageschrift ist seitenweise der Chat-Verkehr dargestellt, den die beiden Männer vor der Tat ausgetauscht hatten. Es sind Dokumente absoluter Niedertracht, die die 13-Jährige als bloße Ware zeigen - so zumindest hatten es die Männer gesehen. Ludwig E. soll bei den Taten „billigend in Kauf“ genommen haben, dass es sich um ein Mädchen unter 14 Jahren handelte, wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor.

Laut Anklage bekam der mutmaßliche Vergewaltiger im Frühjahr 2021 das damals 13 Jahre alte Mädchen über eine Online-Plattform vermittelt. Via Chat wurden demnach zwischen den beiden Männern konkrete sexuelle Handlungen und das Filmen der Tat vereinbart. Kaum zu glauben: Noch während Ludwig E. mit dem Mädchen Sex hatte, zückte er sein Handy und schickte ein Video.

Prozess in München: Angeklagter bittet um „Verzeihung für etwas Unverzeihliches“

Tatort soll laut Anklage ein Waldstück im Süden von München gewesen sein. Der in Untersuchungshaft sitzende Angeklagte sprach von einer Zeit, in der er seinen Kompass völlig verloren hatte. Er bat um „Verzeihung für etwas eigentlich Unverzeihliches“. Ihm droht nun eine lange Haftstrafe.

Die Tat ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft Teil eines größeren Missbrauchskomplexes. Mindestens neun Männer werden beschuldigt, das Kind missbraucht zu haben.

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