Welches Logo hätten S’ gern?

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Bewerbungs-Boss Richard Adam: „Mir gefallen alle drei ­Vorschläge. Ich habe zwar einen Favoriten – aber den verrate ich nicht“.

München - Mitklicken ist alles… Ab Samstag darf ganz Deutschland entscheiden, mit welchem Erscheinungsbild München sich für die olympischen Winterspiele 2018 bewerben soll.

 Es geht ums Logo – also den wichtigsten Grafik-Baustein. Drei Vorschläge sind im Rennen. Ab sofort kann jeder, der einen Internet-Anschluss hat, seine Stimme für eines dieser Logos abgeben. Die Wahl läuft insgesamt drei Wochen, also bis zum 21. August. Derjenige Entwurf, der die meisten Stimmen bekommt, wird im Oktober dann ganz offiziell zu unserem Bewerbungs-Logo. Die Abstimmung läuft übers Internet. Einfach auf www.muenchen2018.org klicken, dort finden Sie dann die drei Vorschläge und können sich für einen davon entscheiden.

Richard Adam, Geschäftsführer der Bewerbungs-GmbH, sagt: „Die Olympia-Bewerbung betrifft ganz Deutschland. Deshalb wollen wir die ganze Bevölkerung beteiligen. Das hat auch mit Demokratie zu tun.“ Zur Demokratie gehört auch, dass jeder bloß eine Stimme hat. Technisch bedeutet das, dass aus Firmen-Netzwerken innerhalb einer gewissen Frist jeweils nur eine Person abstimmen kann. Die Zählmaschine kann nämlich nicht zwischen den einzelnen Computern innerhalb einer Firma unterscheiden.

Wie viele Leute werden wohl insgesamt abstimmen? Adam hat da keine feste Zahl im Kopf, ist aber auf einen ordentlichen Ansturm eingerichtet: „Unser Server hält was aus.“ Die drei Logos, die zur Auswahl stehen, stammen von drei Design-Agenturen. Sie haben sich in einer Vorauswahl durchgesetzt – jetzt wird’s ernst. Die Agentur Buttgereit & Heidenreich (bei Bochum) schickt das Motiv „Münchner Schneekristall“ ins Rennen. Wer genau hinschaut, wird da drin ein paar bayerische Rauten entdecken. Das Logo „Spuren der Spiele“ kommt von Atelier & Friends aus Grafenau. Die Linien, die sich hier durch das M ziehen, stehen symbolisch für Skifahrer, Schlittschuhläufer und Rodler. Von der Münchner Agentur Zeichen und Wunder stammt der Entwurf „Die Berge bei Föhn“.

Im geschwungenen M kann man zwei Gipfel und eine Schanze sehen. Klar: Nicht jeder Entwurf gefällt jedem. Soll er ja aber auch gar nicht… Adam: „Aus 20-jähriger Erfahrung weiß ich: Wenn Logos nicht polarisieren, dann sind sie nichts wert.“ Vorgestellt wurden die Motive am Freitag im SiemensForum. Der Elektro-Riese will mithelfen, Olympia nach München zu holen. Deshalb hat Siemens die Bewerbungs-GmbH mit Bürotechnik ausgestattet. Gegenwert: ein niedriger sechsstelliger Betrag. Ob zusätzlich noch Geld fließen soll, ist nach Siemens-Angaben bisher nicht entschieden. Zuletzt hatte sich BMW als nationaler Förderer präsentiert. Bis zu fünf Millionen Euro zahlt der Auto-Konzern in den Bewerbungs-Topf ein. Weitere Groß-Sponsoren sind bisher nicht bekanntgegeben worden. Adam sagt: „In Sachen Finanzierung ist momentan viel im Fluss.“ Vollzugsmeldungen wird’s wohl erst nach den Ferien geben.

hei

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