Rund 394 Millionen Euro teures Projekt in 40 Metern Tiefe

400-Millionen-Bau am Marienhof: So geht es mit dem Projekt weiter

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Am Marienhof wird ab Sommer tief gegraben. 

Die zweite Stammstrecke nimmt Fahrt auf: Die Deutsche Bahn hat jetzt auch den Auftrag für den Bau der neuen S-Bahn-Station am Marienhof vergeben.

München - Die Firmen Implenia Construction und Hochtief Infrastructure werden das rund 394 Millionen Euro teure Projekt in 40 Metern Tiefe realisieren.

Der Schallschutz-Zaun um den Marienhof steht schon. Im Sommer geht es hinter dem Rathaus dann in die heiße Bauphase. Bevor die Baugrube ausgehoben werden kann, wird rund um den Marienhof mithilfe einer Schlitzwandfräse eine 55 Meter tiefe und 1,50 Meter dicke Betonwand im Erdreich erstellt. Danach wird ein Deckel betoniert und die Baugrube über eine Öffnung im Deckel ausgehoben. Das wird voraussichtlich bis 2020 dauern – zum Unmut der Anrainer. Denn der Transport von Erde und Baumaterialien erfolgt über die Straße. Erst wenn die unterirdischen Stationen fertiggestellt sind, wird dann der Tunnel gegraben. Das ist laut Bahn technisch einfacher. Ist die Arbeit an den Stationen beendet, arbeiten sich jeweils zwei Tunnelvortriebsmaschinen von Westen (westlich der Donnersbergerbrücke) und von Osten (nahe des Haidenauplatzes) unterirdisch voran und treffen sich etwa in der Mitte an der neuen Haltestelle Marienhof.

Münchner Marienhof: Auch Tunnel für die Bahnsteigebene in etwa 40 Metern Tiefe entsteht

Neben dem Rohbau des Zugangsbauwerks entsteht auch der Tunnel für die Bahnsteigebene in etwa 40 Metern Tiefe sowie der Rohbau aller Ausgangs- und Übergangsbauwerke zur U-Bahn. Wenn die zweite Stammstrecke im Jahr 2026 fertiggestellt sein soll, werden die Fahrgäste über den Verbindungstunnel zu den U-Bahn-Linien U3 und U6 gelangen. Die Bahnsteige der beiden Linien befinden sich im Bahnhofsbereich unter der Diener- und der Weinstraße.

Die Aufträge für die Baumaßnahmen im westlichen Abschnitt zwischen Laim und Donnersbergerbrücke (oberirdisch) sowie für den Tunnelabschnitt von der Donnersbergerbrücke bis Marienhof mit der neuen S-Bahn-Station Hauptbahnhof hat die Bahn bereits vergeben. Kosten: knapp 865 Millionen Euro. Im Herbst 2019 soll mit dem Umbau des Laimer Bahnhofs und der Umweltverbundröhre begonnen werden. Gleichzeitig starten die Arbeiten an einer Stabbogenbrücke, über die dann die S-Bahnen auf der zweiten Stammstrecke die Gleise der bestehenden Trasse überqueren.  

Der neue, 4,50 Meter hohe Schallschutz-Zaun am Marienhof sorgt für Ärger bei den benachbarten Einzelhändlern. Die Geschäftsleute befürchten erhebliche Einbußen.

D. Schmitt

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