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20-Jähriger rast über A8: Zeugen schildern brenzlige Momente – Polizei muss sogar Verfolgung abbrechen

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Von: Lukas Schierlinger

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Autobahn
Auf der A8 war ein Raser entgegen der Fahrtrichtung unterwegs (Symbolbild). © IMAGO / Markus van Offern

Zu gefährlichen Szenen kam es auf der A8 bei München. Ein 20-Jähriger war mit seinem Audi so waghalsig unterwegs, dass die Polizei die Verfolgung abbrechen musste.

München - Am Montagabend (2. Mai) nahm eine uniformierte Streife der Polizeiinspektion 23 (Giesing) einen Audi-Fahrer ins Visier. Dieser war auf der Schwanseestraße entgegen der Fahrtrichtung unterwegs. Zuvor hatte der 20-Jährige in einem nahe gelegenen Innenhof unter anderem einen Pfosten demoliert und war danach verschwunden.

Junger Mann rast durch München: Polizei berichtet über riskante Manöver

„In der Folge missachtete der 20-Jährige Anhaltesignale der Polizei und flüchtete teilweise mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit, weswegen weitere Polizeistreifen angefordert wurden“, vermeldet die Polizei München in ihrem Pressebericht. Während der Flucht sei es zu riskanten Manövern des jungen Mannes gekommen. Er habe mehrere Kreuzungen bei Rotlicht überquert und damit mehrere andere Autofahrer gefährdet.  

Der 20-Jährige sei dann bei der Auffahrt Neubiberg auf die A8 Richtung München gefahren - entgegen der Fahrtrichtung. Laut Zeugenaussagen mit äußerst hoher Geschwindigkeit und teilweise auf dem Standstreifen. „Daraufhin wurde die Nachfahrt durch die Polizeistreife aufgrund des Gefährdungspotentials abgebrochen“, heißt es in der Meldung der Polizei. Erst am Mittleren Ring (Autobahnende) konnte eine Streife den jungen Mann weiter verfolgen.  

A8 bei München: Polizei muss Verfolgungsjagd zwischenzeitlich abbrechen

Wenig später endete die spektakuläre Flucht. „Gegen 19 Uhr fuhr der 20-Jährige schließlich einem anderen Audi im Bereich der Schwanseestraße auf, prallte gegen einen Lichtmast und blieb im Gleis der dortigen Trambahn stehen“, ist dem Pressebericht zu entnehmen. Anschließend konnte er festgenommen werden.  

Womöglich habe der 20-Jährige vor seiner wilden Fahrt Drogen konsumiert, vermeldet die Polizei. Daher sei eine Blutentnahme angeordnet worden, Führerschein und Auto wurden sichergestellt. Verletzt wurde durch den Unfall niemand. Allerdings wurden beide Audis infolge des Zusammenstoßes erheblich beschädigt. Der Gesamtschaden wird auf rund 30.000 Euro geschätzt.

Zeugenaufruf der Polizei: „Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang machen können, insbesondere zur Unfallflucht in der Wallbergstraße und ob sie selbst durch die riskante Fahrweise gefährdet wurden, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstraße 210, 81549 München Tel.: 089/6216-3322, in Verbindung zu setzen.“

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