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Polizei zieht über 15.000 Radler aus dem Verkehr

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Polizei Kontrolle Radfahrer
Drei ­Beamte stoppen kurz an der Uni zwei Radlerinnen © Kurzendörfer Reinhard

München - In die falsche Richtung gefahren, die rote Ampel missachtet oder Mängel am Drahtesel - das sind die häufigsten Vergehen der Radler in München. Die Aktion "G'scheid radln" bringt der Polizei aber noch mehr Erkenntnisse:

Halt, Polizei! Bei der Sicherheitskampagne „G’scheid radln – aufeinander achten“ haben die Münchner Beamten heuer exakt 37.237 Radler, Fußgänger und Autofahrer gestoppt. Während der beiden zwei- und dreiwöchigen Schwerpunkt-Aktionen im Juni und September beanstandeten die Polizisten mehr als 24.000 Verkehrsteilnehmer. Das heißt: Knapp zwei Drittel aller Kontrollierten fuhren oder gingen bei Rot über die Ampel, waren als Geisterradler unterwegs, parkten auf Gehwegen oder blinkten nicht beim Abbiegen! „Überwiegend sind wir mit dem Verhalten der Verkehrsteilnehmer aber zufrieden“, sagt Polizeivizepräsident Robert Kopp, der gestern eine Bilanz der „G’scheid radln“-Kampagne zog. „Insgesamt sind in den vergangenen drei Jahren die Unfälle mit Radlern zurückgegangen.“ Die Zahlen im Einzelnen:

15.635 Radler kurzzeitig aus dem Verkehr gezogen

375 Radler besoffen am Lenker erwischt

JAM

Diese Radlerin starb am Petuelring

Das Drama passierte nur wenige hundert Meter von

Beatrix N.
Biologin Dr. Beatrix N. starb mit 53 Jahren © Bodmer, fkn

ihrer Haustür entfernt: Im September verlor Biologin Dr. Beatrix N. (53) in Milbertshofen ihr Leben, als ein Lkw-Fahrer (32) die Radlerin beim Rechtsabbiegen übersah. Dabei hatte der Brummi-Fahrer, der vom Petuelring kommend nach rechts in die Knorrstraße abbiegen wollte, zunächst alles richtig gemacht: Er ließ einen an der Ampel wartenden Rollstuhlfahrer passieren, dann noch einen Jogger. Erst dann war der 32-Jährige losgefahren. Beatrix N. auf ihrem Radl sah er in diesem Moment jedoch nicht. Sie geriet unter die Räder und starb an den Verletzungen.

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