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Alfons Schuhbeck: Seine wichtigste Frist läuft jetzt aus - „Habe Angst vor dem Gefängnis“

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Von: Andreas Thieme

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Prozess gegen Schuhbeck
Alfons Schuhbeck, Koch und Unternehmer, steht als Angeklagter im Gerichtssaal. © Matthias Balk/dpa/Archivbild

Neues Jahr, neues Glück? Das ist im Fall von Alfons Schuhbeck zu bezweifeln. Am Freitag läuft die Frist zur Begründung seiner Revision aus - wird letztere verworfen, muss der Star-Koch ins Gefängnis. Das könnte schon in diesem Frühjahr passieren.

München - Auch im neuen Jahr steht Alfons Schuhbeck (73) mit einem Bein im Gefängnis. Zwar hatte der Star-Koch sein Urteil angefochten und Revision beantragt. Doch seine Frist zur Begründung läuft nun diesen Freitag aus. Reicht Schuhbeck keine ordentliche Begründung nach, könnte das Landgericht dessen Antrag als unbegründet zurückweisen. In diesem Fall müsste Schuhbeck direkt in Haft.

Denn das Landgericht München I hatte den Star-Koch Ende Oktober zu drei Jahren und zwei Monaten Knast verurteilt. Schuhbeck hatte nachweislich 2,3 Millionen Euro Steuern hinterzogen. Dass er nicht direkt ins Gefängnis musste, liegt allein daran, dass er über seine Anwälte Markus Gotzens und Sascha König die Revision beantragt hatte. Nun prüft der Bundesgerichtshof den Steuer-Fall, der in München einiges auf den Kopf gestellt hat. Denn Schuhbeck wird auch seine Lokale am Platzl nicht weiterführen. Das Orlando hatte er schon vor Monaten abgegeben, bei den Südtiroler Stuben war nun zum Jahresende 2022 endgültig Schluss.

Alfons Schuhbeck: Seine Revisions-Frist läuft aus - „Habe Angst vor dem Gefängnis“

Angst vor der großen Leer hat Schuhbeck zwar nicht. „Ich hab so viel zu tun. Zum Beispiel mit den Gewürzen“, erzählte er bei seinem Silvester-Abschluss-Menü in den Südtiroler Stuben, wo er seine Gäste wie gewohnt auch am Tisch begrüßte. Angst vor dem Gefängnis hat der Star-Koch aber sehr wohl, wie er schon im Strafprozess am Landgericht berichtet hatte. Diese Angst könnte nun bald Realität werden. Denn dass der BGH Schuhbecks Urteil kippt, gilt als unwahrscheinlich. Und: Bis jetzt hat er noch keine Schadenswiedergutmachung betrieben, bestätigt das Landgericht auf Anfrage unserer Redaktion.

Möglich ist weiterhin auch die Variante, dass Schuhbeck seine Revision selbst zurückzieht. Auch in diesem Fall müsste er ins Gefängnis. Die Haft würde der Star-Koch in beiden Fällen in der JVA Landsberg am Lech antreten müssen. Zum Stand der Dinge hielt sich Schuhbeck an Silvester noch bedeckt. Im Restaurant sagte er nur: „Da spreche ich mit meinem Anwalt.“

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