Drei Tage lang vermisst

Allein und ohne Handy: Münchner bricht zu Bergtour auf und verschwindet spurlos

Ein Hubschrauber über dem Untersberg, einem Berg in den Berchtesgadener Alpen.
+
Ein Hubschrauber sucht nach Vermissten im Gebirge (Symbolbild).

Riesenglück im Unglück hatte ein Münchner Wanderer im Karwendelgebirge, der drei Tage lang als vermisst galt. Sein Rucksack rettete ihm das Leben.

  • Riesenglück im Unglück hatte ein Wanderer aus München? im Karwendelgebirge, der drei Tage lang als vermisst galt.
  • Er war ohne Handy unterwegs.
  • Sein Rucksack rettete ihm das Leben - und seine Cleverness in der Not.

München/Hinterriß - Die Farbe Blau steht ab sofort für Glück. Und zwar für verdammt großes Glück. Denn sie hat einem 40-jährigen Mann aus Pasing das Leben gerettet. Drei Tage lang galt der Bergsteiger als vermisst. Die Tiroler Bergwacht konnte ihn schließlich aufgrund seines Rucksacks finden – denn dieser schimmerte bläulich im grauen Bergmassiv des Karwendel-Gebirges.

Vergangenen Freitag war der Münchner zu einer zweitägigen Bergtour aufgebrochen. Mit dem Auto fuhr er zunächst nach Hinterriß – Eng Alm. Von dort wollte er zu Fuß hinauf zur beliebten Lamsenspitze. Allein und ohne Handy.

Lesen Sie auch: Nach einer Tour an die Kreuzspitze bei Bad Kohlgrub wird der Biker und Kletterer Andreas Öxler nun in den Bergen vermisst. Die Polizei Murnau hat ein wichtiges Detail veröffentlicht.

Mann aus München im Karwendelgebirge vermisst: Helikopterpilot sichtet blauen Rucksack

Vereinbart war, dass er sich am Samstagabend um 20 Uhr telefonisch bei seiner Ehefrau meldet. Doch als er gegen 23 Uhr noch nicht wieder angerufen hatte, machte sich seine Ehefrau Sorgen – und meldete ihn bei der Polizei als vermisst. Am Sonntagmorgen startete die Bergwacht dann eine Suchaktion. „Aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse waren nur bedingt Suchflüge im besagten Bereich möglich“, sagt Polizei-Gruppeninspektor Erwin Vögele. Mehrere Teams der Bergrettung seien zu Fuß aufgestiegen und suchten nach dem Vermissten, der sich anscheinend verstiegen und dann im Gebirge verirrt hatte.

Montagmittag konnte der Pasinger dann doch gerettet werden – in der Not verhielt er sich „sehr clever“, bestätigt Vögele. „Er baute sich eine Behausung in den Latschen und legte seinen Rucksack auf eine gut sichtbare Stelle am Fels.“ Am Ödkarbach kam es dann zur Rettung, denn der blaue Regenüberzug war für den Heli-Piloten gut zu sehen! „Wir fanden den Mann stark unterkühlt, aber zum Glück unverletzt.“ A. Thieme - *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Eine Münchner Urlauberin ist in den Berchtesgadener Bergen verschwunden. Höhlenretter suchten nach der Frau, doch fanden keine weiteren Spuren.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

München als reales „Monopoly“? Milliardär kauft sich nächste Immobilie - mitten im Herzen der Stadt
München als reales „Monopoly“? Milliardär kauft sich nächste Immobilie - mitten im Herzen der Stadt
Erst letzte Woche verordnet: München kippt Corona-Regel - einschneidende Maßnahme fällt wieder weg
Erst letzte Woche verordnet: München kippt Corona-Regel - einschneidende Maßnahme fällt wieder weg
Frau radelt durch München, dann macht sie widerliche Entdeckung - Polizei schickt prompt mehrere Streifen los
Frau radelt durch München, dann macht sie widerliche Entdeckung - Polizei schickt prompt mehrere Streifen los
Münchner Wirt fühlt sich von seiner Versicherung im Stich gelassen - „Es geht um meine Existenz“
Münchner Wirt fühlt sich von seiner Versicherung im Stich gelassen - „Es geht um meine Existenz“

Kommentare