Antrag von SPD und Grünen

Altstadt: „Platanenplatz“ soll München verschönern - Radler und Fußgänger profitieren

So könnte der neue Platanenplatz an der Ecke Oskar-von-Miller-Ring und Brienner Straße aussehen. 
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So könnte der neue Platanenplatz an der Ecke Oskar-von-Miller-Ring und Brienner Straße aussehen. 

Die Kreuzung zwischen Oskar-von-Miller-Ring und Brienner Straße soll umgestaltet werden. Am „Platanenplatz“ sollen auch breitere Geh- und Radwege entstehen.

Eine umtoste Insel mitten im Automeer. Nein, zum Verweilen lädt die Kreuzung zwischen Oskar-von-Miller-Ring und Brienner Straße nicht gerade ein. Die vereinzelt grünen Flecken sollen aber nun zusammenwachsen. Grüne und SPD werden dazu morgen einen Antrag einbringen, der unserer Zeitung bereits vorliegt. Entscheiden wird der Mobilitätsausschuss am 22. September.

Angedacht ist, den Straßenraum an dieser Stelle neu zu ordnen. Denn heute trennt eine breite Straße die beiden kleinen Grünflächen, auf denen große Platanen stehen. Durch die Neuordnung entstünden laut Rathaus*-Koalition nicht nur bessere Sichtbeziehungen, sondern auch mehr Grün und Aufenthaltsqualität an einem neuen zentralen Platz in der Stadt.

Auch die Verkehrssituation sei bislang unbefriedigend, heißt es weiter. Autos, Radfahrende* und Fußgänger hätten allesamt zu wenig Platz, die Verkehrsführung sei undurchsichtig. Aus Sicht der Rathaus-Koalition böte sich nun die Chance, diese Fehlplanung zu revidieren.

SPD-Stadtrat Nikolaus Gradl: Hier sollen Radfahrer und Fußgänger mehr Platz bekommen.

Über die Kreuzung führt künftig der Altstadt*-Radlring. Die Stadt wird dafür bis zu 13,4 Millionen Euro investieren. Im Zuge des Umbaus könnte auch gleich die Kreuzung zwischen Oskar-von-Miller-Ring und Brienner Straße neu geordnet und verkehrs- und menschenfreundlicher umgestaltet werden.

Mit dem damit neu geschaffenen „Platanenplatz“ würde München* um einen Stadtplatz reicher. Zudem soll das Mobilitätsreferat ein Konzept erarbeiten, wie das nördliche Kreuzviertel weiterhin gut erreichbar ist.

München: „Platanenplatz“ als eine Art „Stadtreparatur“ - Radler und Fußgänger profitieren

„Nördlich des Maximiliansplatzes schaffen wir einen neuen Platz“, sagt SPD-Stadtrat Nikolaus Gradl. „ Von dieser Stadtreparatur werden auch angrenzende Quartiere profitieren. Das hat beispielsweise der Umbau des Harras in Sendling* gezeigt.“ SPD-Kollege Andreas Schuster ergänzt: „An der Kreuzung bekommen Radler und Fußgänger großzügige Wege, mehr Grün und einen Ort, an dem man sich gerne aufhält. Für alle Verkehrsteilnehmenden wird die Situation klarer.“

Grünen-Stadträtin Gudrun Lux sagt: „Das sind beeindruckende Bäume, die viel zu wenig zur Geltung kommen.“ Da ergebe sich nun eine Chance. „Verkehrswende und verkehrliche Umgestaltung müssen immer ein Ziel im Blick haben: die menschenfreundliche Stadt, in der wir gerne leben und wo wir uns gerne aufhalten wollen.“ *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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