Er hatte "äußerst bizarre" Gedanken

Amokläufer Ali David S.: Das steht in seiner Krankenakte

Der Münchner Amokschütze Ali David S.

München - Über das Leben von Ali David S. wird immer mehr bekannt. Nun sind die Behandlungsakten aus seiner Zeit im Klinikum Harlaching aufgetaucht.

Vor einem Jahr war Ali David S. im Klinikum Harlaching für vier Wochen in stationärer Therapie. Laut Medienberichten wurde ihm dort eine „mittel bis schwere depressive Episode“, eine „soziale Phobie“ und eine „posttraumatische Belastungsstörung“ attestiert.

Auch während seiner Zeit in der Klinik soll er sich auffällig verhalten haben. So habe er sich vor anderen Jugendlichen in Gruppen gefürchtet. Er zog sich dann in eine Scheinwelt zurück. Er glaubte, die anderen Jugendlichen seien von einem Virus befallen. Außerdem seien seine im Klinikum geäußerten Gedanken „äußerst bizarr“ gewesen, wie den Akten zu entnehmen ist. Ferner sei auch noch eine deutliche Selbstwertproblematik festgestellt worden.

Amoklauf am OEZ: Täter setzte Antidepressiva selber ab

Nachdem er von Therapeuten mit Medikamenten behandelt wurde, durfte Ali David S. die Klinik wieder verlassen. Es wurde jedoch von den Ärzten geraten, den Jungen auf das Asperger-Syndrom untersuchen zu lassen.

Vergangenen Oktober wurde dies laut Medienberichten auch untersucht – mit negativem Befund. Ali David S. sollte aber weiterhin Antidepressiva zu sich nehmen. Kurz vor der schrecklichen Tat soll er diese aber eigenmächtig abgesetzt haben.

 

tz

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