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Final Countdown: Münchens CSU will Fußgänger-Ampeln mit Timer - „Schwächste Teil des Straßenverkehrs“

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Von: Sascha Karowski

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Die Bildkombo zeigt die bundesweit erste „Restzeitampel“ für Autofahrer, die 2006 in Hamburg eingeschaltet worden ist.
Die Bildkombo zeigt die bundesweit erste „Restzeitampel“ für Autofahrer, die 2006 in Hamburg eingeschaltet worden ist. © Carsten Rehder/dpa

Ampeln, die die Restlaufzeit einer Grünphase anzeigen: Die CSU im Münchner Rathaus will die Sicherheit von Fußgängern erhöhen - und fordert dazu mehr Kontrollen.

München - Fußgänger sollen in München* sicherer unterwegs sein. Die CSU* hat dazu ein Antragspaket veröffentlicht, unter anderem wünscht sich die Stadtratsfraktion Ampeln, die anzeigen, wie lange noch Grün ist.

München: Countdown-Ampeln gibt es bereits in Hamburg - aber für Autofahrer

Diese so genannten Countdown-Ampeln gibt es beispielsweise für Autofahrer in Hamburg. Die Stadt Nürnberg jedoch hatte die Einrichtung für Fußgänger jüngst abgelehnt, unter anderem, weil sich nicht jede Kreuzung eignet. An großen Knotenpunkten wird die Ampelschaltung abhängig vom Verkehr gesteuert. Jeder Krankenwagen würde den Countdown durcheinander bringen. Überdies sei das Projekt teuer, es müsste beispielsweise für Sehbehinderte eine akustische Ansage eingerichtet werden.

CSU und Freie Wähler* wollen das Konzept dennoch prüfen lassen, ferner soll die Stadtverwaltung die Kontrolle der Gehwege verstärken, damit diese gefahrlos nutzbar sind. Stellen, bei denen Radfahrer Gehwege queren, sollen extra markiert werden. Alternativ könnten Fahrradampeln angebracht werden. Nicht zuletzt soll die Stadt die Kontrollen der Baustellenabsicherung bei Gehwegen erhöhen sowie das Angebot an öffentlichen Toiletten für Fußgänger erweitern und digital auffindbar machen.

München: CSU-Stadträtin Ulrike Grimm will die schwächsten Verkehrsteilnehmer schützen

„Fußgänger sind ein wichtiger, aber auch der schwächste Teil des Straßenverkehrs“, sagt CSU-Stadträtin Ulrike Grimm. Deshalb müsste die Stadt sie vor Gefahren auch besonders schützen, die im Straßenraum in einer Millionenstadt zwangsläufig lauerten. „Das gilt speziell für ganz junge, ältere und eingeschränkte Verkehrsteilnehmer. Fußgänger bewegen sich zudem klimafreundlich und gesund fort. Deshalb sollten wir alle zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, diese natürlichste aller Fortbewegungsarten zu fördern.“ *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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