Skandal mit positiven Folgen

Ansturm beim Pferdemetzger

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Der Pferdemetzger vom Viktualienmarkt: Kaspar Wörle mit Ross-Geschirr in seinem Standl

München - Da ist ja zum Wiehern! Der Pferdefleisch-Skandal nützt ausgerechnet den Pferdemetzgern – zumindest den seriösen.

Der Münchner Meisterbetrieb Wörle verzeichnet seit dem Bekannt werden 25 Prozent mehr Kunden in seinem Laden am Viktualienmarkt, wie Ursula Wörle berichtet: „Es kommen neugierige, neue und alte Kunden, die lange nicht mehr da waren, sich aber wieder an uns erinnert haben.“

Vor einer Woche, als bekannt wurde, dass minderwertiges und verseuchtes Pferdefleisch in einigen Fertigprodukten verwendet wurde, obwohl Rindfleisch draufstand, hatten die Wörles Sorge, dass ihre hochwertige Ware nun in Verruf gerät. Deshalb haben sie sofort auch über die Medien aufgeklärt, dass ihr selbst geschlachtetes Fleisch aus Süddeutschland gesünder ist als Mastfleisch vom Rind oder Schwein. „Unsere Pferde führen ein normales Leben in Bewegung, bekommen keine unnötigen Hormone oder Medikamente und werden erst geschlachtet, wenn sie zum Beispiel Gelenkprobleme haben.“

Und viele Münchner glauben das und vertrauen darauf! „Die Kunden kommen herein und wollen sich von der Qualität überzeugen. Einige fragen nur, manche probieren einen kleinen Bissen am Tresen, andere kaufen 100 Gramm Salami für daheim oder essen eine Pferde-Bratwurst zum Mittagessen.“ Die Münchner Pferdemetzger sind erleichtert: „Wir sind froh, dass jetzt mit Vorurteilen aufgeräumt wird. Wer hätte gedacht, dass der Skandal positive Folgen für uns hat?!“, sagt die Firmenchefin.

Zum Wiehern! Die besten Sprüche zum Pferdefleisch-Skandal

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nba

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