Er machte seinem Ärger Luft

Haus-Party in Corona-Zeiten? Anwohner in München beschwert sich per Aushang - „Das nervt maximal!“

Bier anstoßen
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Machte ein Anwohner an der Tumblingerstraße in München etwa Party? Einen Nachbarn ärgerten zumindest die lauten Bässe in seinem Haus. (Symbolbild)

Ein Anwohner an der Tumblingerstraße in München machte seinem Ärger über viel zu laute Bässe im Haus Luft. Dafür hängte er einen Zettel an die Haustüre.

München - Party machen in Corona-Zeiten - das ist momentan nach den aktuell geltenden Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht erlaubt. Trotzdem kommt es immer wieder zu Riesen-Partys, wie jüngst das Beispiel im Englischen Garten zeigte. Die Polizei München musste damals die wilde Feier auflösen. Und erst vor Kurzem machten einige Leute Party am Geschwister-Scholl-Platz vor der LMU. Dort hinterließen die Menschen ihre Feierreste wie Bierdosen, Zigarettenstummel und Getränkehalter, was ein Foto auf der Plattform Jodel bewies. Doch nicht nur im Freien sind Partygänger unterwegs, auch kommt es öfters zu Feiern in den eigenen vier Wänden.

Aushang an Haustür in München: Hat hier wirklich eine Party stattgefunden?

Doch impliziert dieser Zettel an der Tumblingerstraße in München wirklich eine Haus-Party? Auf dem Schild ist in unterschiedlichen Schriftgrößen und Großbuchstaben zu lesen: „Wer hört hier Musik so laut, dass man die Bässe im ganzen Gebäude wummern hört?! Das nervt maximal! Ich bitte eindringlichst darum, das zu unterlassen! Vielen Dank!“ So ist etwa das Wort „Bässe“ am größten geschrieben worden und sticht sofort ins Auge.

„Das nervt maximal“. Ein Anwohner an der Münchner Tumblingerstraße ärgerte sich über die viel zu lauten Bässe in seinem Haus.

Schild an Haustür in München: Anwohner war wohl von lauten Bässen genervt

Eine Party mit vielen Feiernden ist hier jedoch nicht klar nachweisbar. Der Anwohner des Hauses könnte genauso gut einfach viel zu laut Musik gehört haben. Genervt war der Schreiberling trotzdem und suchte eben über den Zettel einen Kanal, um seinen Unmut zu äußern.

Seinem Ärger machte auch kürzlich unser neuer tz.de-Kolumnist Flaucherfranzl Luft. Er kritisierte den Gärtnerplatz, der sich bei vielen Menschen als Party-Hotspot etabliert hat. Die Stadt München hat den Feierwütigen dort allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht und stellte ab dem 16. April ein partielles Alkoholverbot sowohl für den Gärtner- als auch Wedekindplatz auf. (ly)

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