Bäder und Saunen schon wieder teurer

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Im Nordbad ziehen die Preise heftig an.

München - Es ist schon fast Tradition: Um Ostern herum erhöhen die Stadtwerke die Eintrittspreise für Bäder und Saunen. Heuer zahlt der Münchner in den Hallenbädern bis zu 20 Cent mehr, in den Saunen bis zu 30 Cent.

Der Eintritt für die Freibäder liegt dann um 10 Cent höher bei 3,70 Euro (siehe Tabelle). Die Preise im Nord- und Südbad sowie in der Olympia-Schwimmhalle ziehen am kräftigsten an: um 20 Cent auf 4,20 Euro. Das Westbad kostet jetzt 11 Euro!

Am Beispiel vom Michaelibad zeigt sich, wie der Kunde in den vergangenen Jahren immer tiefer in die Tasche greifen musste: Betrug der Eintrittspreis im Jahr 2003 noch 3,50 Euro, waren es 2009 schon 4,40 Euro. Ab 1. Mai sind es 4,70 Euro.

Bei den Saunen ist die Steigerungsrate noch höher: Fast jährlich haben die Stadtwerke hier um 30 Cent erhöht. Die Sauna im Nordbad hat vor ein paar Jahren noch unter 14 Euro gekostet, in ein paar Wochen kratzen wir mit 14,90 Euro schon an der 15 Euro-Marke! Auch in diesem Jahr begründen die Stadtwerke die Teuerung mit den gestiegenen Betriebskosten und mit dem Sparzwang wegen des jährlichen Defizits der M-Bäder im zweistelligen Millionenbereich.

Münchens Hallenbäder

Münchens Hallenbäder

Bettina Hess von den SWM spricht von einer „Preisanpassung“ und fügt hinzu: „Wie Preisvergleiche zwischen den deutschen Großstädten zeigen, gehören wir immer noch zu den günstigen Anbiertern.“

Die Stadtwerke haben ein Trostpflaster: Der Freibadeintritt für Kinder und Jugendliche (6 bis 14) bleibe unverändert bei 2,70 Euro. Zudem werden vom 1. Mai bis 31. August die Zeitbegrenzungen in allen Saunen und im Südbad beim Schwimmen aufgehoben. Ein Tipp: Wer eine M-Card besitzt, kann bei allen Eintritten sparen, bei einer Aufladung von 100 Euro zum Beispiel 17,5 Prozent.

nba

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