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Bau-Boom am Münchner Hauptbahnhof: Was alles im Herzen der Stadt entsteht

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Von: Leoni Billina, Phillip Plesch

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Aus der Baugrube zwischen Bayer- und Schillerstraße soll ein Bürogebäude werden.
Aus der Baugrube zwischen Bayer- und Schillerstraße in München soll ein Bürogebäude werden. © Marcus Schlaf

Baukran hier, Bagger da: Im Bahnhofsviertel von München reiht sich aktuell eine Baustelle an die andere. Wir stellen die einzelnen Projekte vor und zeigen den Stand.

München - Das Bahnhofsviertel ist aktuell vor allem eine Riesen-Baustelle. Am Hauptbahnhof und drumherum stehen zahlreiche Kräne und Bagger. Jetzt kommt sogar noch eine Baustelle dazu. Eine Übersicht:

In der Luitpoldstraße beginnen die Stadtwerke München kommende Woche mit den Arbeiten. Das Fernkältenetz wird ausgebaut. Dafür muss die Straße voraussichtlich bis Juni gesperrt werden. An der Ecke zwischen Bayer- und Schillerstraße ist derzeit eine große Baugrube. Dort soll bis 2025 das Neubauprojekt B.munich entstehen. Im ersten Unter- und im Erdgeschoss sind Läden eingeplant, darüber liegen 8600 Quadratmeter Bürofläche. Das Projekt wird Teil des Immobilien-Portfolios der Versicherungskammer, die die Räumlichkeiten aber nicht selbst bezieht.

In den nächsten Jahren wird in der Mitte von München fleißig gebaut

Ein paar Meter weiter in der Schillerstraße ist auch eine Baulücke. Für die war ein Hotel vorgesehen, doch es entstand ein Streit unter den Nachbarn, der sogar vor Gericht führte. Nun soll aber eine einvernehmliche Einigung erzielt worden sein. Auf der anderen Seite des Bahnhofplatzes, an der Schützenstraße, wird das historische Areal rund um den Kaufhof umgebaut. Die Sanierung des Altbaus ist im Zeitplan und soll 2025 fertig sein. Für den Neubau, der den angrenzenden Erweiterungsbau aus den 1970er-Jahren ersetzen wird, läuft das Bebauungsplanverfahren.

Die größte Baustelle im Viertel ist der Hauptbahnhof selbst.
Die größte Baustelle im zentralen Viertel von München ist der Hauptbahnhof selbst. © Marcus Schlaf

München: Hauptbahnhof als Mega-Baustelle - doch der Zeitplan wird scheitern

Die größte Baustelle bietet freilich der Hauptbahnhof selbst. Er soll für einen hohen dreistelligen Millionenbetrag komplett neu entstehen. Mit Ausnahme der denkmalgeschützten Gleishalle wird alles abgerissen und neu errichtet. Die Fertigstellung ist für 2028 anvisiert, wird aber wohl um ein paar Jahre verfehlt.

Weiter geht der Bau-Spaß in der Paul-Heyse-Straße: Auf der einen Seite entsteht das Elementum. Bis Ende 2025, so der ehrgeizige Zeitplan, sollen im ehemaligen Postbankgebäude 7000 Beschäftigte Platz haben. Auf der anderen Seite blockiert derzeit ein großer Baukran einen Teil der Straße. Bis 2024 soll hier ein Boardinghaus mit 40 Betten entstehen. Die nächste Baustelle ist direkt um die Ecke. In der Schwanthalerstraße wurde das alte Gewerkschaftshaus abgerissen und soll neugebaut werden. Allerdings herrscht seit Monaten Stillstand.

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