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München baut zu schal - sagt die CSU: Die Fraktion will nun Bereiche für besonders kreatives Bauen suchen

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Von: Sascha Karowski

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München im Sonnenschein.
In München wird zu langweilig gebaut, sagt die CSU. © Christina Falkenberg/Imago

Die CSU erneuert ihre Kritik am Stil der Architektur in München. „Spektakulär statt schal: Das muss wieder das Motto für Stadtplanung sein“, sagt CSU-Chef Manuel Pretzl und fordert die Verwaltung zum Handeln auf.

München - Architektur in München ist oftmals zu fad. Das sagt die CSU seit geraumer Weile. Am Donnerstag hat die Fraktion ihre Kritik abermals in ein Antragspaket gegossen. In einer Mitteilung heißt es, dass in der Stadt nicht nur zahlreiche uniforme und architektonisch langweilige Neubaugebiete entstanden seien, auch einzelne Bauvorhaben seien selten besonders mutig oder innovativ. Gerade in einer Weltstadt wie München müsse sich dies für die Zukunft dringend ändern. Stadtplanung und Architektur sollte das positive und kreative Lebensgefühl der Münchnerinnen und Münchner wieder aufgreifen.

München: CSU will Bereiche für besonders kreative und hohe Bauten suchen lassen

Daher fordert die CSU das Planungsreferat unter anderem dazu auf, städtische Bereiche auszuwählen, an denen besonders kreative und gegebenenfalls auch hohe Bauten gut umsetzbar sein könnten und die Ergebnisse dem Stadtrat vorzulegen. Überdies soll die Verwaltung bei allen Planungen die gesamte Stadt in den Blick nehmen, statt nur in Vierteln und Quartieren zu denken.

Und zudem soll die Verwaltung einen Masterplan entwickeln, wie bei großen Neubauquartieren und neuen Stadtvierteln durch städtebauliche Qualität und architektonischen Anspruch sowie einladende Gestaltung öffentlicher Räume eine eigene Identität dieser Gebiete geschaffen werden kann.

CSU-Chef Manuel Pretzl: „Dafür brauchen wir Mut, vor allem in der Lokalbaukommission“

„Spektakulär statt schal: Das muss wieder das Motto für Architektur und Stadtplanung in München werden“, sagt CSU-Chef Manuel Pretzl. Anstelle von uniformer, beliebiger und austauschbarer Architektur brauche die Stadt identitätsstiftende und spannende Entwürfe, die so dann auch umgesetzt und nicht kleinkariert zerredet werden. „Dafür brauchen wir mehr Mut, vor allem in der Stadtverwaltung: in den Bebauungsplanverfahren, in den Wettbewerbsausschreibungen, aber auch bei den Diskussionen in der Lokalbaukommission.“  

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