Nach Verschärfung der Regeln

19 Feiernde in einem Hotel-Zimmer: Polizei löst reihenweise Corona-Partys in München auf - es hagelt Anzeigen

Mehrere Bier- und Wodkaflaschen stehen auf dem Tisch. Im Hintergrund gießt sich jemand einen Shot ein.
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Die Polizei München musste am Wochenende mehrere private Partys auflösen.

Gleich viermal musste die Münchner Polizei am Wochenende ausrücken, um illegale Privatpartys aufzulösen. Dabei schrieben die Beamten zahlreiche Anzeigen und Platzverweise.

  • Am Wochenende gab es mehrere Verstöße gegen das Kontaktverbot in München.
  • In zwei Hotels fanden größere Feiern mit mehr als 30 Personen statt.
  • Das Abstandhalten und die Maskenpflicht wurde auf jeder Party ignoriert.
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München - Sowohl die Vorstellung der verschärften Corona-Regeln von Ministerpräsident Markus Söder (CSU), als auch die Ankündigung von Innenminister Joachim Herrmann (CSU), diese verstärkter kontrollieren zu wollen, konnten den Drang zum Feiern nicht komplett bremsen. Gleich mehrmals an diesem Wochenende musste die Polizei laut Pressebericht private Partys im Stadtgebiet auflösen. Dabei hagelte es geradezu Anzeigen und Platzverweise.

Partys trotz Corona-Regeln: Münchner Polizei muss Feier in zwei Hotelzimmern auflösen

Zu ihrem ersten Einsatz wurden die Beamten der Münchner Polizei am Freitag gegen 23.30 Uhr gerufen. In einem Hotel in der Sonnenstraße soll heftig gefeiert werden. Vor Ort trafen sie dann 33 Feierwütige verteilt auf zwei Hotelzimmer vor (davon 19 in einem). Für die Partys lag weder ein Hygienekonzept vor, noch wurden Abstand und Maskenpflicht eingehalten. Die Polizisten lösten daraufhin die Feier auf, schickten alle Teilnehmer ‒ bis auf die Mieter der Zimmer ‒ nach Hause und schrieben 33 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz.

Nur knapp eine halbe Stunde später mussten die Einsatzkräfte wieder ausrücken. Um 0.10 Uhr wurden laute Musik und mehrere Menschen in einer Wohnung in der Konradstraße in Schwabing gemeldet. Als die Polizisten dort eintrafen, fanden sie acht Personen im Alter von 20 bis 31 Jahren vor. Keiner der Anwesenden trug eine Maske zum Schutz vor Corona, und auf Abstand wurde ebenfalls nicht geachtet. Die Party wurde umgehend aufgelöst, und die Gäste wurden angezeigt. Nur die Mieter durften in der Wohnung bleiben.

Partys trotz Corona-Maßnahmen: Polizei löst Feier in Hotelkeller auf

Gegen 0.30 Uhr erreichte die Polizei dann ein Aufruf, mehrere Personen sollen in der Akademiestraße eine laute Party veranstalten. Vor Ort trafen die drei Streifenwagenbesatzungen dann neun Personen an ‒ alle im Alter zwischen 24 und 27 Jahren. Sie erhielten einen Platzverweis und wurden ebenfalls wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Dann, in der Nacht auf Sonntag um 0.55 Uhr, der nächste Notruf bei der Polizei. In einem Hotel in der Mozartstraße soll eine Party stattfinden. Mehrere Streifen machten sich umgehend auf den Weg. Am Hotel angekommen, entdeckten sie 53 Feiernde in den Kellerräumen. Auf Abstand und Maske wurde ‒ wie bei den anderen Fällen ‒ auch hier verzichtet. Neben der lauten Musik fiel den Polizisten auf, dass alle Anwesenden stark alkoholisiert waren. Nach der Aufnahme der Personalien stellten die Polizisten reihenweise Platzverweise und Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz aus. (tel)

Auf Abstand gehen ist häufig auch in der S-Bahn schwierig. Zahlreiche Pendler beschweren sich über die Verhältnisse in den Öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch auf der Hamburger Reeperbahn kam es zu mehreren Einsätzen der Polizei, die illegale Partys auflösen musste, meldet 24hamburg.de.

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